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Insider-Bericht Italienische Banken beraten am Donnerstag über Carige-Rettung

Italienische Banken beraten offenbar über die Rettung der Banca Carige. Es gehe darum, ob sie sich an der Seite eines Investment-Fonds an der Krisenbank beteiligen.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte das Institut mit Sitz in Genua zu Jahresbeginn unter Zwangsverwaltung gestellt. Quelle: dpa

Rom Italienische Banken wollen Insidern zufolge am Donnerstag über den jüngsten Rettungsplan für das angeschlagene Geldhaus Banca Carige beraten. Es gehe darum, ob sich die Institute an der Seite eines Investment-Fonds des US-Vermögensverwalters BlackRock an der Krisenbank beteiligen, sagten zwei mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte das Institut mit Sitz in Genua zu Jahresbeginn unter Zwangsverwaltung gestellt. Zuvor war eine geplante Kapitalerhöhung am Widerstand der Familie Malacalza, des Großaktionärs der Bank, gescheitert. Nun wird ein Käufer gesucht.

Italienische Geldhäuser waren Carige bereits im November zur Seite gesprungen. Sie erwarben eine 320 Millionen Euro schwere Hybridanleihe, mit der die Bank ihr Kapital stärken wollte. Den Insidern zufolge wollen sie nun darüber diskutieren, diese Anleihe in Eigenkapital umzuwandeln. Ein solcher Schritt würde dazu beitragen, die bei Carige bestehende Kapitallücke von rund 630 Millionen Euro zu stopfen. Das erforderliche Investment des BlackRock-Fonds würde dann zudem geringer ausfallen. BlackRock lehnte eine Stellungnahme zu den Informationen ab.

Auch die Familie Malacalza, die 27,6 Prozent an Carige hält, könnte sich möglicherweise an dem Schritt beteiligen, sagten die Insider. Damit würde die Familie, die ursprünglich im Stahlgeschäft reich geworden war, zumindest in einem gewissen Umfang ihre Beteiligung sichern. Laut den mit der Situation vertrauten Personen gab es Kontakte zwischen ihr und Vertretern von BlackRock. Der BlackRock-Fonds war zuletzt der einzige Kaufinteressent, der nach wie vor eine Offerte für Carige erwägt.

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