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Insider-Information Credit Suisse steht vor Lehman-Derivate-Vergleich

Jahrelang stritt die Credit Suisse mit Lehman Brothers um Kosten, die der Schweizer Bank 2008 für den Ersatz Zehntausender Derivatgeschäfte entstanden. Jetzt könnte der Streit enden.

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Die Vereinbarung zwischen der Schweizer Bank und Lehman Brothers würde einen 10-jährigen Streit über Kosten beenden. Quelle: Reuters

New York Die Schweizer Bank Credit Suisse steht Insidern zufolge kurz vor einem Vergleich im Streit mit der bankrotten US-Investmentbank Lehman Brothers. Die Credit Suisse hatte 1,2 Milliarden Dollar von Lehman gefordert, werde den Anspruch nun aber auf 385 Millionen Dollar reduzieren.

Die Vereinbarung würde einen 10-jährigen Streit über Kosten beenden, die das Schweizer Kreditinstitut eigenen Angaben zufolge für den Ersatz von Zehntausenden von Derivatgeschäften verzeichnete, die sie mit Lehman vor seinem Zusammenbruch im Jahr 2008 eingegangen war. Lehman hatte der Credit Suisse vorgeworfen, die Forderung um mehr als 1 Milliarde Dollar aufgebläht zu haben.

Der Streit war für die Credit Suisse vertrackt, da die Bank den größten Teil des Anspruchs vor einigen Jahren an Hedgefonds verkauft hat, sodass das Risiko bestand, die Gelder mit Zinsen zurückzahlen zu müssen, wenn die Forderung nicht oder nur teilweise anerkannt wird, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen im vergangenen Jahr.

Der prozentuale Anteil, den die Credit Suisse tatsächlich mit der Forderung wieder einbringt, würde durch die Transaktionen, sogenannte Schadenbeteiligungsvereinbarungen, erschwert. Jede Vereinbarung war einzigartig, und mindestens einige wurden informierten Kreisen zufolge zu 37 Cent je Dollar gehandelt.

Die Credit Suisse gehe davon aus, dass die Lehman-Angelegenheit ohne wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Bank gelöst werden könne, sagte ein Vertreter der in Zürich ansässigen Bank am Dienstagvormittag in New York. Das Unternehmen habe die Angelegenheit bereits am Markt bekannt gemacht, und der hypothetische Betrag ändere nichts an der 2018 ausgegebenen Orientierung, sagte der Vertreter, der sich zu einer potenziellen Vereinbarung nicht äußern wollte.

Ein Vertreter von Lehman lehnte eine Stellungnahme ab.

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