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Insidern zufolge Coronakrise gefährdet wohl Ziele von Goldman Sachs

Wegen der Corona-Pandemie komme Goldman Sachs beim Konzernumbau und der Entwicklung neuer Geschäftsfelder nur langsam voran, heißt es aus Kreisen.

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Goldman Sachs legt am Mittwoch die Ergebnisse des dritten Quartals vor. Quelle: Reuters

Die US-Investmentbank Goldman Sachs wird Insidern zufolge wohl von ihren Anfang 2020 gesteckten Zielen abrücken. Der Umbau des Konzerns und die Entwicklung neuer Geschäftsfelder komme wegen der Corona-Krise nicht so schnell voran wie geplant, sagten mehrere Insider der Nachrichtenagentur Reuters.

Das Management denke daher darüber nach, die Prognosen im Januar 2021 anzupassen. Goldman Sachs legt am Mittwoch die Ergebnisse des dritten Quartals vor. Analysten rechnen mit Gewinneinbußen - auch bei anderen US-Großbanken.

„Solange es keinen Impfstoff gibt, sieht es so aus, als würde Goldman seine Ziele nicht erreichen“, sagte David Hendler, Bankanalyst bei Viola Risk Advisors. Goldman Sachs komme beim Umbau der Vermögensverwaltung und des Geschäfts mit Privatkunden nicht so schnell voran wie gedacht.

Ein Goldman-Sprecher verwies auf frühere Aussagen von Top-Managern, wollte sich darüber hinaus aber nicht äußern. Vorstände von Goldman Sachs hatten zuletzt betont, die Bank halte an ihren Zielen fest, der Weg dorthin verlaufe aber nicht linear.

Vorstandschef David Solomon hatte in Aussicht gestellt, die Rendite (ROTE) bis 2023 auf mehr als 14 Prozent von zuletzt 10,6 Prozent zu steigern. Die Kosten sollen gleichzeitig um 1,3 Milliarden Dollar fallen.

Analysten gehen davon aus, dass die Bank Probleme damit haben wird, die Rendite in den kommenden Jahren auf mehr als zwölf Prozent zu steigern.

Goldman verschob wegen der Pandemie den Start eines neuen digitalen Vermögensverwalters. Zudem tut sich das Institut schwer damit, Experten für die Beratung von reichen Kunden zu finden. Um sich für drohende Kreditverluste zu wappnen, erhöhte Goldman - wie andere Institute auch - außerdem die Risikovorsorge deutlich.

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