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Intercontinental Exchange Eigner der New Yorker Börse kauft für elf Milliarden Dollar zu

Die ICE sieht den Kauf der Hypotheken-Plattform Ellie Mae als „einmalige Gelegenheit“. Der Zukauf hat allerdings Auswirkungen auf die Aktienrückkäufe.

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Die Milliardenübernahme treibt die Verschuldung des Börsenbetreibers in in die Höhe. Quelle: REUTERS

Der Mutterkonzern der New Yorker Börse wettet mit einer Milliardenübernahme auf die zunehmende Automatisierung der Eigenheimfinanzierung. Intercontinental Exchange (ICE) legte elf Milliarden Dollar für die Hypotheken-Plattform Ellie Mae auf den Tisch, wie der Konzern in der Nacht zum Freitag mitteilte.

Für den Verkäufer Thoma Bravo ist der Deal ein gutes Geschäft: Der Finanzinvestor hatte Ellie Mae erst vor 18 Monaten für 3,7 Milliarden Dollar übernommen.

ICE-Chef Jeffrey Sprecher verteidigte den hohen Kaufpreis und sprach von „einer einmaligen Gelegenheit“. Die Corona-Pandemie befeuere die Digitalisierung des Hypotheken-Geschäfts. Viele Schritte, die bei dem Kauf von Häusern oder der Refinanzierung von Eigenheimen erforderlich seien, könne man in der Pandemie nicht vor Ort erledigen. Davon profitiere Ellie Mae.

Da die Milliardenübernahme die Verschuldung von ICE in die Höhe treibt, muss der Konzern seine Aktienrückkäufe bis zum zweiten Halbjahr 2022 aussetzen. Den Großteil des Kaufpreises zahlt das Unternehmen in bar, 16 Prozent erhält Thoma Bravo in neuen ICE-Aktien.

Die Übernahme soll bis Ende 2020 über die Bühne gehen und sich bereits im ersten vollen Jahr positiv auf den Gewinn von ICE auswirken.

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