Internationaler Währungsfonds USA unterstützen wohl doch die Weltbank-Kapitalerhöhung

Die USA werden wohl doch die geplante Kapitalerhöhung der Weltbank unterstützen. Dafür sollten die Kreditvergabe-Regeln der Entwicklungsbank reformiert werden.

Die Weltbank erhält Unterstützung der US-Regierung. Quelle: dpa

WashingtonDie US-Regierung wird Reuters-Informationen zufolge die geplante Kapitalerhöhung der Weltbank über 13 Milliarden Dollar wohl doch unterstützen. Dies dürfte Finanzminister Steven Mnuchin nächste Woche bei den Frühjahrstreffen des Instituts und des Internationalen Währungsfonds (IWF) deutlich machen, sagten am Freitag drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Im Gegenzug sollten die Kreditvergabe-Regeln der Entwicklungsbank reformiert werden. Demnach ist geplant, die Finanzierungskosten von Ländern mit höherem Wohlstandsniveau anzuheben. Außerdem soll der Anteil Chinas an der Weltbank auf etwa 5,7 von bislang 4,68 Prozent erhöht werde. Damit wäre die Volksrepublik drittgrößter Eigner hinter den USA und Japan.

Zuerst hatte die Zeitung „Financial Times“ über die amerikanische Unterstützung für die Kapitalerhöhung berichtet, die noch von den Anteilseignern und dem Führungsgremium der Weltbank abgesegnet werden muss. Anfangs hatte die Regierung von Präsident Donald Trump dem Vorhaben skeptisch gegenübergestanden. Sie hatte deutliche Kürzungen für multilaterale Entwicklungsbanken gefordert. Ein Kritikpunkt war, dass die Weltbank auch an aufstrebende Länder wie China Kredite vergibt. Weltbank-Präsident Jim Yong Kim, der noch von Trumps Amtsvorgänger Barack Obama berufen worden war, hat inzwischen Kontakte zur aktuellen US-Regierung geknüpft. Kim hatte in Kooperation mit Trumps Tochter Ivanka einen Fonds für Frauen in Entwicklungsländern aufgelegt.

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