WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Investmentbanking Deutsche Bank schließt US-Energieteam

Ein Memo zeigt, wo die Bank im Investmentbanking in den USA kürzen will. Betroffen ist die Fusionsberatung in der Energiebranche.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Deutsche Bank schließt Büro des US-Energieteams in Houston Quelle: dpa

New York/ Frankfurt Seit der neue Chef der Deutschen Bank, Christian Sewing, Einschnitte im US-Investmentbanking angekündigt hat, ist die Nervosität an den amerikanischen Standorten groß. Neben Kürzungen im US-Zinsgeschäft, will sich die Bank auch aus einigen Bereichen des Corporate-Finance-Geschäfts zurückziehen.

In einer E-Mail an die Mitarbeiter hat der Co-Chef des davon betroffenen globalen Kapitalmarktgeschäfts Mark Fedorcik verdeutlicht, wer um seinen Job zittern muss – und wer nicht. In der Sparte Global Capital Markets bündelt die Bank das Geschäft mit Kapitalmarkt- und Emissionsdienstleistungen, Fedorcik ist für das US-Geschäft zuständig.

Am härtesten trifft es der E-Mail zufolge das Energie-Team, das der Öl- und Gas-Branche bislang Investmentbanking-Dienstleistungen wie Fusionsberatung, Börsengänge und Aktienplatzierungen angeboten hat. Dort will die Bank rationalisieren. „Das beinhaltet auch die Schließung unseres Büros in Houston“, so Fedorcik. Die Bank kehrt der Energiebranche aber nicht gänzlich den Rücken zu: „Wichtig ist, dass wir unsere Kunden aus dem Öl- und Gas-Bereich weiterhin mit Anleiheplatzierungen und Corporate-Banking-Produkten für die Treasury-Abteilungen versorgen werden“, so Fedorcik.

Von den Kürzungen sind Finanzkreisen zufolge rund 50 Mitarbeiter betroffen, die in Houston und in New York beschäftigt waren. Dass es das Energie-Team trifft, kommt nicht von ungefähr: Mit der amerikanischen Konkurrenz hatte die Deutsche Bank in diesem Bereich nicht wirklich mithalten können. Die Bank hatte angekündigt, dass sie weniger erfolgreiche Geschäftsbereiche aufgeben will, um sich auf erfolgreichere Bereiche zu konzentrieren.

Investmentbanker, die andere Branchen betreuen, können dagegen aufatmen. Die Bank wolle sich weiter im Investmentbanking in Branchen wie Telekommunikation, Gesundheitswesen, Konsumgüter, Finanzdienstleistungen und mehr engagieren.

Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%