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Investorensuche Bieterverfahren der NordLB dürfte sich verzögern

Insider berichten, dass eine Entscheidung im Bieterverfahren andauern werde. Die Offerten seien zu unterschiedlich und ließen sich schwer vergleichen.

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Bis zum 28. November wollen Interessenten Angebote für einen Teil oder die Mehrheit der NordLB abgeben. Quelle: dpa

Berlin Die Zukunft der nach einem Investor suchenden NordLB entscheidet sich Insidern zufolge womöglich erst im nächsten Jahr. Das Bieterverfahren dürfte sich verzögern, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag von mehreren mit der Sache vertrauten Personen. Es gebe zwar Signale von mehreren Interessenten, dass sie bis zum 28. November Angebote für einen Teil oder die Mehrheit der Norddeutschen Landesbank abgeben wollten.

Diese Offerten seien allerdings so unterschiedlich und damit auch so schwer zu vergleichen, dass die Träger dazu wohl mehr Zeit bräuchten. Ursprünglich wollten die Eigner eine Entscheidung noch in diesem Jahr. Die NordLB äußerte sich nicht. Der Mehrheitseigner Niedersachsen betonte, Ziel sei weiter, noch in diesem Jahr ein Konzept vorzulegen.

Der niedersächsische Finanzminister und NordLB-Aufsichtsratschef Reinhold Hilbers hatte jüngst im Reuters-Interview bereits eingeräumt: „Es ist alles ambitioniert, auch vom Zeitplan her.“ Dies gilt wohl vor allem für den Fall, dass die Helaba den Zuschlag bekommt und beide Landesbanken zusammengehen. Dann müsste Finanzkreisen zufolge die Hannoveraner NordLB ihrerseits bei der Landesbank Hessen-Thüringen in die Bücher schauen.

Neben der Helaba sind nur noch private Bieter im Rennen – die Commerzbank und mehrere Finanzinvestoren wie Cerberus und Apollo. Die Träger der Helaba entscheiden Insidern zufolge am 26. November über ein Angebot. Zuletzt hatten die Frankfurter ihr Interesse an der NordLB bekräftigt, zugleich aber harte Bedingungen für ein Engagement genannt. Demnach sollen die niedersächsischen Sparkassen als NordLB-Miteigentümer zum einen bei der erwarteten Kapitalerhöhung für die NordLB mitmachen.

Zum anderen sollen sie sich einem Verbundkonzept anschließen, der die Helaba mit 49 Sparkassen aus Hessen und Thüringen eng zusammenschweißt. Dazu gehört auch ein gemeinsamer Haftungstopf, in den die Niedersachsen einzahlen müssten. Einem Insider zufolge müssten die niedersächsischen Sparkassen damit insgesamt einen höheren dreistelligen Millionenbetrag aufbringen.

Finanzkreisen zufolge haben die Sparkassen im Norden aber wenig Interesse, viel Geld in die Hand zu nehmen. Niedersachsen hält knapp 60 Prozent an der NordLB, der niedersächsische Sparkassenverband rund 26 Prozent und Sachsen-Anhalt knapp sechs Prozent.

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