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Italienische Banken Unicredit bereitet sich auf Kapitalerhöhung vor

Jean-Pierre Mustier, neuer Chef der italienischen Großbank, hat gerade zwei Aktienpakete verkauft und damit 1,1 Milliarden Euro für das Geldhaus eingenommen. Um die EZB-Kapitalanforderungen zu erfüllen, reicht das nicht.

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Unicredit-Verwaltungsratschef Giuseppe Vita bereitet die Märkte auf eine Kapitalerhöhung vor. Quelle: AFP

Rom Die italienische Großbank Unicredit kommt nach eigener Einschätzung nicht um eine Kapitalerhöhung herum. „Wir müssen uns mit einer Kapitalerhöhung beschäftigen, weil ich nicht glaube, dass die Europäische Zentralbank (EZB) sich mit dem zufriedengeben wird, was wir gemacht haben“, sagte Unicredit-Verwaltungsratschef Giuseppe Vita am Donnerstag in Rom der Nachrichtenagentur Reuters. „Jedenfalls müssen wir (dem neuen Vorstandschef Jean-Pierre) Mustier Zeit geben. Er ist ja gerade erst angekommen.“

Mustier hatte gleich bei seinem Amtsantritt am Dienstag zwei Aktienpakete des Online-Brokers Fineco Bank und der polnischen Bank Pekao im Wert von 1,1 Milliarden Euro auf den Markt geworfen, um die Kapitaldecke aufzubessern.

Die EZB hatte im Frühjahr die größten Banken in der Euro-Zone einem Stresstest unterworfen. Er soll zeigen, ob sie in einer Finanzkrise bestehen könnten. Die Ergebnisse sollen Ende Juli veröffentlicht werden. Italiens Banken leiden unter einem Berg fauler Kredite.

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