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Italienische Großbank Insider – Unicredit will weltweit rund 10.000 Jobs streichen

Insidern zufolge strebt die italienische Großbank Unicredit einen großangelegten Jobabbau an: 10.000 Arbeitsplätze sollen dabei weltweit wegfallen.

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Mailand Die italienische Großbank Unicredit steht Insidern zufolge vor einem großangelegten Jobabbau. Weltweit sollen rund 10.000 Arbeitsplätze, also rund zehn Prozent aller Stellen, wegfallen, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Dies sei Teil eines neuen Strategieplans für die Jahre 2020 bis 2023, den Bankchef Jean Pierre Mustier Anfang Dezember vorstellen wolle. Ein Insider sagte, betroffen seien vor allem Mitarbeiter in Italien. Allerdings könnten die Jobverluste nach Verhandlungen mit den Gewerkschaften auch geringer ausfallen. Die Bank lehnte einen Kommentar ab.

Die Agentur Bloomberg hatte zuvor berichtet, das neue Sparprogramm und der damit einhergehende Stellenabbau solle die Betriebskosten bei der HVB-Mutter um zehn Prozent reduzieren.

Mustier will seine Bank nach einschneidenden Kostensenkungen in den vergangenen Jahren wieder auf Wachstumskurs bringen. Im Mai hatte der Franzose angekündigt, die Abhängigkeit von Italien verringern zu wollen. Außerdem erwägt er Insidern zufolge, die Auslandstöchter wie die deutsche Hypo-Vereinsbank oder die Bank Austria in eine Holding einzubringen, um sie vom riskanteren Inlandsgeschäft abzuschotten. In Italien ächzen die Geldhäuser unter einem riesigen Berg an faulen Krediten.

Auch die Deutsche Bank steht vor einem tiefgreifenden Konzernumbau, sie will in den nächsten Jahren weltweit 18.000 Stellen abbauen. Unklar ist allerdings noch, wie viele Mitarbeiter dabei in Deutschland gehen müssen.

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