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Italienische Krisenbank Monte dei Paschi sieht sich wieder auf gutem Weg

Nach einem Milliardenverlust kriegt die Monte dei Paschi nach eigener Ansicht allmählich wieder die Kurve. Das Kundenvertrauen kehre zurück.

SienaDie italienische Bank Monte dei Paschi di Siena sieht sich nach ihrer Krise der vergangenen Jahre langsam zurück in der Spur. Firmenchef Marco Morelli sagte am Donnerstag auf der Hauptversammlung, das Institut bekomme allmählich die Kurve. Das Kreditgeschäft ziehe an und Kunden legten auch vermehrt wieder Gelder bei der ältesten Bank der Welt an.

Die toskanische Bank war unter anderem wegen eines Bergs an faulen Krediten in Schieflage geraten. Der Staat ist seit einer Finanzspritze von acht Milliarden Euro größter Aktionär mit knapp 70 Prozent. Das Vertrauen der restlichen Anleger ist aber nicht zurück: Die Aktien verloren seit der Wiederaufnahme des Handels im Oktober rund 40 Prozent an Wert. Für zehn Monate war der Handel an der Börse in Mailand komplett ausgesetzt.

Bereits 2017 stiegen die Einlagen bei der ältesten Bank der Welt wieder an. Kunden hätten elf Milliarden Euro angelegt, nachdem im Jahr zuvor noch 15 Milliarden Euro abgezogen worden seien. „Das Einlagengeschäft zieht an, der Trend aus 2017 setzt sich fort“, sagte Morelli. Auch der Anstieg im Kreditgeschäft zeige, dass die Bank wieder auf die Beine komme.

Bis Mitte 2018 soll die Bank nach Vorgaben der EU faule Kredite im Volumen von 25 Milliarden Euro verkaufen. Weitere Problemdarlehen im Volumen von 5,4 Milliarden Euro sollen bis Ende 2019 folgen.

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