Jerome Powell Fed-Chef: Für Digital-Dollar ist womöglich Zustimmung durch US-Kongress nötig

Weltweit prüfen Notenbanken derzeit digitale Versionen ihrer Landeswährungen. Der Chef der US-Notenbank Fed äußert sich nun zum Digital-Dollar.

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Für die weitere Entwicklung eines digitalen Dollar könnte nach Einschätzung von US-Notenbankchef Jerome Powell die Zustimmung des US-Kongresses erforderlich sein. „Das ist nicht klar, bis wir sehen, welchen Weg wir einschlagen“, sagte Powell am Mittwoch in einer Anhörung vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des US-Repräsentantenhauses.

Aus seiner Sicht wird 2021 ein wichtiges Jahr für dieses Projekt. „Dies wird das Jahr sein, in dem wir sehr aktiv auf die Bevölkerung zugehen“, sagte er. Es gebe schwierige geldpolitische Fragen und auch technische Fragen bei dem Projekt. „Wir werden einen öffentlichen Dialog haben,“ sagte er.

Powell wies darauf hin, dass die USA ein funktionierendes Banken- und Finanzsystem und einen starken Kapitalmarkt haben. Die Fed müsse vorsichtig sein, dass sie mit der Schaffung eines digitalen Dollar diese nicht untergrabe.

Rund um den Globus loten Notenbanken derzeit aus, ob sie digitale Versionen ihrer Landeswährungen schaffen wollen. Unter den großen Ländern gilt China als Vorreiter in der Entwicklung. In mehreren Metropolen wie Shengzhen, Chengdu und Hangzhou wurden bereits großangelegte Probeläufe mit einem digitalen Yuan gestartet. Die Bahamas hatten 2020 als erstes Land der Welt eine digitale Version ihrer Währung eingeführt – den sogenannten „Sand Dollar.“

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