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Johannes Beermann Bundesbank-Vorstand kritisiert Diskussion um Abschaffung der Cent-Kleinmünzen

Die EU-Kommission unter ihrer Präsidentin Ursula von der Leyen erwägen die Abschaffung des Kleinstgeldes. Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann ist skeptisch.

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Eine EU-Umfrage aus dem Jahr 2017 hatte ergeben, dass Bürger mehrheitlich eine Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen befürworten. Quelle: dpa

Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann hat sich skeptisch zu Überlegungen der EU-Kommission geäußert, die Ein- und Zwei-Cent-Münzen aus dem Verkehr zu ziehen. „Ich persönlich verstehe die Diskussion um eine mögliche Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen überhaupt nicht“, sagte er am Freitag auf einer Veranstaltung in Berlin laut Redetext. „Wir haben eine ausgeprägte Bargeldkultur in Europa – Kleinmünzen sind ein fester Bestandteil davon.“

Die neue EU-Kommission unter ihrer Präsidentin Ursula von der Leyen erwägen die Abschaffung des Kleinstgeldes. Diese Möglichkeit ist im Arbeitsprogramm der EU-Behörde für dieses Jahr enthalten.

Eine EU-Umfrage aus dem Jahr 2017 hatte ergeben, dass Bürger aus den Euro-Ländern mehrheitlich eine Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen befürworten. Vielen ist das Kleinstgeld lästig, da es die Portemonnaies vollstopft und das Bezahlen an der Ladenkasse verlängert. Dagegen setzen Einzelhändler häufig auf Preise knapp unterhalb voller Euro-Beträge, weil sie sich davon einen psychologischen Kauf-Effekt erhoffen.

In der Logik des Sparens seien kleine Münzen ein Teil der großen Münze, sagte Beermann. „Auch heutzutage gibt es genügend Menschen, die mit jedem Cent rechnen und auf jeden Cent achten müssen.“ Aus seiner Sicht drücken Kleinmünzen Wertschätzung für Sparsamkeit aus.

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