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JP-Morgan-Chef 81.000 Dollar am Tag – Jamie Dimon ist der Topverdiener unter den Bankbossen

Jamie Dimon hat vergangenes Jahr 364-mal so viel verdient wie der durchschnittliche Mitarbeiter. Doch das ist nicht der größte Gehaltsabstand.

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Seine Stimme hat in der Finanzwelt Gewicht. Quelle: Reuters

Frankfurt Es ist ein enormer Unterschied zwischen der Summe, die Jamie Dimon am Ende eines Jahres einheimst, und dem Gehalt seiner Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr hat der Chef der US-Großbank JP Morgan 29,5 Millionen Dollar (24 Millionen Euro) verdient und damit 364-mal so viel wie ein durchschnittlicher Mitarbeiter. Das berichtet das „Wall Street Journal“ unter Verweis auf Investoreninformationen der Bank.

Zugespitzt könnte man also sagen: Der JP-Morgan-Chef braucht nur gut einen Tag im Büro zu verbringen und verdient bereits so viel wie ein durchschnittlicher Angestellter des Geldhauses im ganzen Jahr. Zugleich ist Dimon, dessen Gehalt um gut fünf Prozent stieg, auch der Topverdiener unter den Vorstandschefs der sechs größten Banken in den USA.

Noch größer allerdings ist die Kluft bei der Citigroup. Bankchef Michael Corbat erhielt 23 Millionen Dollar und damit 369-mal so viel wie der durchschnittliche Angestellte. Der Abstand zwischen Gehältern von Vorständen und Angestellten ist bei vielen Unternehmen in den vergangenen Jahren gewachsen, was in der Öffentlichkeit oft kritisiert wird – gerade wenn die Konzerne Stellen streichen oder schwache Ergebnisse einfahren. Regeln dafür, wie groß der Unterschied maximal sein darf, gibt es aber nicht.

Dimons Gehalt ist selbst für die Bankenbranche besonders hoch. Der Chef der Deutschen Bank, John ‧Cryan, erhielt für 2017 ein Fixgehalt von 3,4 Millionen Euro. Er verzichtete angesichts des erneuten Jahresverlusts auf die Prämien. Das wiederum führt dazu, dass 50 Banker des größten deutschen Geldhauses mehr ‧verdienten als ihr oberster Chef. Ihr Gehalt lag inklusive Boni zwischen 3,5 Millionen und knapp acht Millionen Euro.

Die Deutsche Bank billigte ihren fast 98.000 Mitarbeitern für 2017 insgesamt leistungsabhängige Boni von 2,2 Milliarden Euro zu. Die Milliarden-Bonuszahlungen hatten wegen des Jahresverlusts öffentlich für Kritik gesorgt. Der Vorstand verteidigt die Boni für die Mitarbeiter damit, dass es vor allem Steuereffekte waren, die zu einem Verlust geführt hatten.

Für Diskussionen sorgte zuletzt auch, dass die Vergütung der Vorstände von Volkswagen im vergangenen Jahr von knapp 40 Millionen Euro auf rund 50,3 Millionen Euro stieg. Der Autobauer ringt mit den Folgen der Dieselaffäre. Volkswagen begründete den Anstieg vor allem mit der guten Geschäftsentwicklung.

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