Kapitalregeln Bankenregulierer verschieben Treffen

Der Reformabschluss der Kapitalregeln zieht sich weiterhin. Nun wird laut Insidern ein für Mitte September angesetztes Treffen verschoben. Die gewonnene Zeit soll dazu genutzt werden, um Einwände der Banken zu klären.

Eine entscheidende Lösung für die globale Reform der Kapitalvorschriften für Banken ist noch nicht gefunden. Quelle: dpa

LondonIm Ringen um die geplante globale Reform der Kapitalvorschriften für Banken ist noch immer keine Lösung in Sicht. Insidern zufolge wollen die internationalen Regulierer im Baseler Ausschuss ihr für Mitte September geplantes Treffen nun auf Anfang Oktober verschieben. So solle mehr Zeit gewonnen werden, um Einwände von europäischen Banken auszuräumen, wie mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht lehnte eine Stellungnahme ab.

Der Streit über den Abschluss der Basel-III-Reform der Kapitalregeln zieht sich seit längerem hin. Nach wie vor ungelöst ist, wie weit Großbanken künftig die Risiken in ihren Bilanzen mit eigenen internen Modellen herunterrechnen dürfen, um Kapital zu sparen. Manche Länder wie die USA wünschen, dass der nach internen Bankmodellen errechnete Kapitalbedarf nicht unterhalb von 75 Prozent des nach dem Standard-Modell ermittelten Werts fallen sollte. Europäische Länder streben hingegen eine Zahl näher bei 70 Prozent an. Ein Wert von 75 Prozent würde laut Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau zu viele europäische Banken treffen.

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