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Karriereleiter

So wird die Besprechung zum Erfolg

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Gute Aussichten auf Erfolg

Das liegt daran, dass vor allem in großen Runden mit vielen Teilnehmern meist nur über abstrakte Probleme gesprochen wird. Konkretes machen viele Kollegen lieber im kleinen Kreis unter sich aus. Stattdessen nutzen einzelne Mitarbeiter oder der Chef das Forum als Plattform zur Selbstdarstellung, während die anderen gelangweilt den endlosen Monologen folgen. Daran sind die Angestellten allerdings oft selbst schuld: Viele Teilnehmer gehen derart unvorbereitet in Besprechungen, dass sie nicht einmal wissen, worum es geht, geschweige denn konstruktive Zwischenfragen stellen.

Dementsprechend sind dann auch die Ergebnisse: Selten wird wirklich kreativ zusammengearbeitet. Bei den meisten Meetings wird entweder nur gestritten oder es kommen nur theoretische, allgemeine Absichtserklärungen heraus: „Wir müssten dann demnächst...“, heißt es dann oft. Oder auch: „Wir wollen in Zukunft...“

Was Meeting-Floskeln wirklich bedeuten

Wie die Lösung eine Problems konkret aussieht, wissen die meisten Mitarbeiter hinterher leider trotzdem nicht. Stattdessen fragen sie sich, ob sie nicht am Schreibtisch produktiver gewesen wären – und meist ist die Antwort eindeutig.

In Arbeit
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Aber es geht auch anders. Das zeigt zum Beispiel eine Studie der Berliner Humboldt-Universität. Demnach führen Besprechungen zu besseren Ergebnissen, wenn die Teammitglieder strukturiert Erfahrungen und Wissen austauschen, Fehler tolerieren und gemeinsam daraus lernen. In Unternehmen, in denen Angstkultur und Konkurrenzdenken herrschen, ist das nicht möglich. Die Wissenschaftler empfehlen vor allem kurze, tägliche Runden, bei denen die Teilnehmer stehend Auskunft über den aktuellen Status Quo ihrer Arbeit geben.

Team-Entscheidungen müssen also längst nicht so kompliziert sein. Viele Teilnehmer nehmen die schlechte Organisation jedoch als „chefgegebene“ Situation an, der sie vermeintlich hilflos ausgeliefert sind. Von wegen. Jeder kann selbst dazu beitragen, dass eine Besprechung erfolgreich wird.

Die Autorin betreibt das Blog "Berufebilder". Sie können auch über Twitter mit ihr in Kontakt treten.

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