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Kleinanzeigen-Portal Scout24-Übernahme droht zu scheitern

Hellmann & Friedman und Blackstone haben erst 8,7 Prozent der Aktien eingesammelt. Bis Donnerstag müssen die Finanzinvestoren auf mehr als 50 Prozent kommen.

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Der Verkauf des Kleinanzeigen-Portals soll Milliarden einbringen. Quelle: dpa

München Die Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Blackstone müssen weiter um die milliardenschwere Übernahme des Kleinanzeigen-Portals Scout24 bangen. Bis Freitagabend hatten die beiden Beteiligungsgesellschaften erst 8,7 Prozent der Scout24-Aktien eingesammelt, wie sie am Montag mitteilten.

Bis zum Donnerstag (9. Mai) müssen sie auf mehr als 50 Prozent kommen, wenn das Angebot erfolgreich sein soll. Die meisten großen Investoren pokern bis zur letzten Minute, ehe sie ihre Aktien andienen. Hellman & Friedman und Blackstone haben aber zahlreiche Hedgefonds und aktivistische Investoren ausgemacht, die einen höheren Preis fordern.

Deshalb hatten sie am Sonntagabend die zögernden Scout24-Anteilseigner gewarnt, dass sich weiteres Warten für sie nicht lohnen werde. Sie schlossen ausdrücklich aus, die 50-Prozent-Annahmeschwelle zu senken, um den Einstieg bei Scout24 auf diese Weise zu retten. Und nach einem Scheitern der Offerte könnten die Aktionäre innerhalb eines Jahres nicht mit einem weiteren Angebot für den Betreiber von Immobilienscout24 und Autoscout24 rechnen.

Mit einem Volumen von 5,7 Milliarden Euro wäre es die größte Übernahme eines börsennotierten Unternehmens durch Finanzinvestoren in Deutschland überhaupt.

Bereits in der vergangenen Woche hatten die Private-Equity-Firmen klargestellt, dass sie nicht bereit seien, mehr als die gebotenen 46 Euro je Aktie für Scout24 zu zahlen. Seither schwindet bei den Aktionären die Überzeugung, dass sie noch ans Ziel kommen. Die Scout24-Aktie schloss am Montag bei 45,18 Euro.

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