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Kohleausstieg Uniper legt Steinkohlekraftwerk in Wilhelmshaven still

Das 45 Jahre alte Kraftwerk soll bis Ende 2021 stillgelegt werden. Uniper plant stattdessen, vor Ort eine Wasserstoff-Infrastruktur aufzubauen.

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Der Energiekonzern verabschiedet sich schrittweise von der Kohlekraft. Quelle: Reuters

Der Energiekonzern Uniper will das Steinkohlkraftwerk in Wilhelmshaven bis Ende 2021 abschalten. Damit treibt das Unternehmen den schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung voran.

Das Steinkohlekraftwerk mit einer Leistung von 757 Megawatt werde bis zum 8. Dezember dieses Jahres den kommerziellen Betrieb einstellen und endgültig stillgelegt, teilte Uniper am Donnerstag mit. Das 1976 in Betrieb genommene Kraftwerk erhielt dafür in einer Auktion der Bundesnetzagentur den Zuschlag. Dort konnten sich Versorger bis Anfang Januar bewerben, um vielleicht noch etwas Geld für die Stilllegung zu erhalten.

Mit der Auktion will die Bundesnetzagentur den Kohleausstieg vorantreiben. Der Behörde zufolge bekamen insgesamt drei Gebote mit einer Gesamtkapazität von 1514 Megawatt einen Zuschlag. Ausgeschrieben waren 1500 Megawatt.

Für den Steuerzahler wird es günstiger als in der ersten Auktionsrunde. Die Entschädigungen belaufen sich auf null bis 59.000 Euro pro Megawatt. In der ersten Runde habe der Höchstpreis noch 155.000 Euro pro Megawatt betragen, erklärte die Behörde.

Uniper hat in Wilhelmshaven bereits weitere Pläne. Der Konzern will am Jadebusen eine Wasserstoffinfrastruktur aufbauen. In Kooperation mit Rhenus und dem Stahlkonzern Salzgitter ist dort eine Anlage zur Direkt-Reduktion bei der Herstellung von Eisenerz mit Hilfe von Wasserstoff geplant.

Der nahe Hafen biete die Möglichkeit zum Import von Wasserstoff oder anderen Gasen in großem Maßstab. Von den rund 80 Mitarbeitern des Kohlekraftwerks sollen möglichst viele hier einen neuen Job finden.

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