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Konjunktur Britische Inflation fällt vor anstehender Zinssitzung auf Jahrestief

Zur Verwunderung der Analysten hat sich die britische Teuerungsrate im März etwas entspannt. Trotzdem liegt sie weiter höher als gewünscht.

LondonDie Inflation in Großbritannien ist vor der im Mai anstehenden Zinsentscheidung der Notenbank überraschend auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr gesunken. Die Verbraucherpreise legten im März laut den am Mittwoch vom Statistikamt ONS veröffentlichten Daten um 2,5 Prozent zum Vorjahresmonat zu. Noch im Februar lag die Teuerungsrate bei 2,7 Prozent.

Experten hatten damit gerechnet, dass sich die Inflation im März auf diesem Niveau halten würde. Sie nagt an der Kaufkraft der Verbraucher, da deren Löhne zuletzt nicht mit dem Preisauftrieb Schritt halten konnten.

Die Bank of England (BoE) sieht die Entwicklung mit Sorge, da sie eine Teuerungsrate von lediglich zwei Prozent anstrebt. Sie hat eine Zinserhöhung ins Auge gefasst, mit der viele Experten bereits für den 10. Mai rechnen.

Doch die überraschende Abschwächung der Inflation könnte Gegnern einer Zinserhöhung in der Notenbank in die Hände spielen. Die BoE hatte im November erstmals seit einem Jahrzehnt die Zinsen angehoben.

Für den Preisauftrieb auf der Insel sorgt insbesondere die Talfahrt der Landeswährung Pfund, die seit dem Brexit-Votum der Briten im Sommer 2016 schwächelt. Dadurch verteuern sich Importe. Der überraschender Rückgang der Inflation setzt dem Pfund weiter zu. Die Währung verbilligt sich auf 1,4219 von zuvor 1,4268 Dollar.

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