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Konjunktur Britische Wirtschaft wieder größer als vor Pandemie-Beginn

Die Wirtschaft dürfte sich im Dezember schlechter entwickelt haben, schätzen Ökonomen. Quelle: dpa

Die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt sei nun wieder größer als im Februar 2020. Allerdings befindet sich die Inflation auf dem höchsten Stand seit über zehn Jahren.

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Die britische Wirtschaft hat im November ihr Vor-Corona-Niveau übertroffen. Das Bruttoinlandsprodukt sei in diesem Monat um 0,9 Prozent in Vergleich zum Oktober gewachsen, wie das Statistikamt ONS am Freitag in London mitteilte.

Damit sei die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt nun wieder größer als im Februar 2020, als die Pandemie ihren Lauf nahm und im März in einen ersten Lockdown mündete. Das Wachstum fiel überraschend stark aus: Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten für November lediglich ein Plus von 0,4 Prozent vorausgesagt.

Allerdings dürfte sich die Wirtschaft im Dezember schlechter entwickelt haben, wie Ökonomen schätzen. Grund dafür ist demnach die rasche Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus. Das belastete beispielsweise Gastgewerbe und Tourismus, da sich Kunden zurückhielten. Zudem mussten viele Beschäftigte in Quarantäne.



Die Bank von England (BoE) hatte im vergangenen Monat als erste der großen Zentralbanken weltweit die Zinsen seit Ausbruch der Corona-Pandemie erhöht. Der geldpolitische Schlüsselsatz wurde von 0,1 auf 0,25 Prozent angehoben. Die Notenbank erklärte, dass die neue Corona-Mutante zwar kurzfristig die Wirtschaft belasten werde, die mittelfristigen Auswirkungen auf die Inflation aber unklar seien.

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    Die Inflation schoss zuletzt mit 5,1 Prozent weit über das Ziel der Notenbank hinaus und lag auf dem höchsten Stand seit über zehn Jahren. Die BoE rechnet nun für April sogar mit sechs Prozent.

    Angetrieben werden die Preise unter anderem durch die stark gestiegenen Energiekosten sowie aus der Pandemie-Krise resultierendem Materialmangel und Lieferengpässen. Viele Fachleute hatten wegen der verschärften Corona-Lage noch nicht mit einer strafferen Geldpolitik gerechnet.

    Die Europäische Zentralbank beließ derweil ihren Leitzins von 0,0 Prozent für die Euro-Zone wie erwartet auf dem rekordniedrigen Niveau. Die EZB wagt aber die schrittweise Abkehr vom Krisenmodus und lässt ihr billionenschweres Pandemie-Notprogramm PEPP auslaufen.

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