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Konjunktur Bundesregierung halbiert offenbar Wachstumsprognose für 2019

Berlin erwartet für dieses Jahr laut einem Bericht nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent. Schuld soll die Exportschwäche der Industrie sein.

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Globale Unsicherheiten sollen nur ein Grund für die schwächelnde Konjunktur sein. Quelle: AP

Berlin Die Bundesregierung geht einem Medienbericht zufolge für diese Jahr nur noch von einem Wachstum von 0,5 Prozent aus. Damit halbiere sich die Prognose erneut, berichtete „Spiegel“ am Donnerstagabend auf seiner Internetseite.

Offiziell angekündigt werden soll die neue Schätzung am Mittwoch. Bis dahin könnten sich die Zahlen noch marginal ändern. Für das kommende Jahr gehe Wirtschaftsminister Peter Altmaier von einem Plus von 1,5 Prozent aus.

Im Januar senkte die Bundesregierung ihre Prognose für 2019 bereits auf 1,0 Prozent von 1,8 Prozent. Hintergrund für die Abkühlung der Konjunktur ist vor allem die Exportschwäche der deutschen Industrie.

Erst in der vergangenen Woche hatten führende Wirtschaftsinstitute bereits vor dem Ende des jahrelangen Konjunkturbooms gewarnt. Für 2019 stampften sie ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes auf 0,8 Prozent ein, nachdem sie im Herbst noch mit 1,9 Prozent gerechnet hatten. Die Gemeinschaftsdiagnose dient der Bundesregierung als Basis für ihre eigenen Prognosen.

„Der langjährige Aufschwung der deutschen Wirtschaft ist zu Ende“, sagte der stellvertretende Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Oliver Holtemöller. „Die Gefahr einer ausgeprägten Rezession halten wir jedoch bislang für gering.“ Auch Stefan Kooths vom Institut für Weltwirtschaft Kiel beschwichtigte: „Die deutsche Wirtschaft hat sich abgekühlt, aber sie friert noch nicht.“

Für 2020 sagten die Experten unverändert ein Wachstum von 1,8 Prozent voraus. Kommt es zu einem ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens dürfte das Wirtschaftswachstum sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr „deutlich niedriger“ als bislang veranschlagt ausfallen. Risiken sehen die Experten außerdem im noch ungelösten Handelsstreit zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China.

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