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Konjunktur Chinas Außenhandel legt kräftig zu – doch Deutschland profitiert davon kaum

Die Ausfuhren der Volksrepublik sind im November um mehr als ein Fünftel gestiegen, die Einfuhren fast um ein Drittel. Doch europäische Exporteure haben davon kaum etwas.

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Der Außenhandel Chinas hat im November kräftig zugelegt. Quelle: dpa

Chinas Außenhandel boomt: Zwar haben die Exporte etwas an Fahrt verloren, doch übertreffen seine Importe die Erwartungen. Wie der Zoll am Dienstag in Peking berichtete, stieg der Außenhandel in US-Dollar berechnet im November kräftig um insgesamt 26,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Die Ausfuhren wuchsen allerdings nur noch um 22 Prozent, nachdem der Anstieg im Oktober noch bei 27,1 Prozent gelegen hatte. Überraschend stark legten hingegen die Einfuhren um 31,7 Prozent zu – nach 20,6 Prozent im Vormonat.

Die deutschen Exporteure konnten allerdings nur wenig vom blühenden Außenhandel der zweitgrößten Volkswirtschaft profitieren. Chinas Importe aus Deutschland stiegen nur um 3,3 Prozent. Hingegen legten die chinesischen Exporte nach Deutschland kräftig um 28,9 Prozent zu.

Ähnlich ist es mit der Europäischen Union: Während die chinesischen Ausfuhren in die EU um 33,5 Prozent kletterten, blieben die Importe aus der EU mit einem kleinen Plus von 4,2 Prozent schwach.

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    Das geringere Exportwachstum Chinas wurde auf schwächere Nachfrage und höhere Erzeugerkosten zurückgeführt. Das starke Importwachstum, das die Vorhersagen deutlich übertraf, lässt sich auch durch den starken Anstieg der Kohleimporte und höhere Kosten für Energieträger erklären. Der Wert der wegen Energieknappheit in China eingeführten Kohle stieg sogar um 769 Prozent auf 5,87 Milliarden US-Dollar. Der Handelsüberschuss fiel im November mit 71 Milliarden US-Dollar geringer aus als im Oktober mit 84 Milliarden.

    Die Ausfuhren trugen in den ersten drei Quartalen zu 40 Prozent zum Wirtschaftswachstum bei. Doch soll sich dieser Trend abschwächen.

    China will 2021 um mindestens sechs Prozent wachsen

    Die anhaltende Pandemie, hohe Rohstoffpreise und andere Unsicherheiten wie die Krise im Immobiliensektor könnten das Wachstum im kommenden Jahr bremsen. Während der jährlichen Beratungen des Politbüros der Kommunistischen Partei über die Wirtschaftspolitik für das kommende Jahr schlug eine führende staatliche Denkfabrik vor, ein niedrigeres Wachstumsziel von „mehr als fünf Prozent“ zu setzen.

    Damit gebe es Spielraum: „Es würde allen beteiligten Parteien erlauben, sich darauf zu konzentrieren, Reformen und Innovation zu fördern, um hochqualitatives Wachstum zu erreichen“, sagte Li Xuesong, Wirtschaftsforscher der Akademie der Sozialwissenschaften (CASS) nach Angaben von Staatsmedien.

    In diesem Jahr strebt China noch ein Wachstum von „mehr als sechs Prozent“ an. Bei einem Treffen mit Chefs großer Wirtschaftsorganisationen gab sich Regierungschef Li Keqiang zuversichtlich, dass die Ziele erreicht werden.

    Der Premier rechnet mit einer „langfristig gesunden Entwicklung“. „Die chinesische Wirtschaft ist widerstandsfähig und hat Potenzial“, sagte Li Keqiang bei dem Treffen am Montagabend. „China ist in der Lage, mit kurzfristigen wirtschaftlichen Fluktuationen umzugehen.“ Die CASS-Wirtschaftsforscher empfehlen ihm für seinen Wirtschaftsplan 2022 auch ein Inflationsziel von erneut rund drei Prozent, ein Haushaltsdefizit von rund drei Prozent und die Schaffung von elf Millionen Jobs in Städten.

    Vor dem Hintergrund des laufenden Handelskrieges mit den USA, die damit auch mehr Ausfuhren nach China durchsetzen wollen, stiegen die chinesischen Importe von US-Waren um 22,1 Prozent. Die chinesischen Exporte in die USA verzeichneten nur ein Plus von 5,3 Prozent.

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