Konjunktur der Euro-Zone Wirtschaft gewinnt überraschend stark an Fahrt

Die Konjunktur im Euro-Raum fällt zum Jahresbeginn stärker aus als zuvor erwartet. Schon seit 2013 ist ein kontinuierlicher Aufwärtstrend zu erkennen. Die EZB gerät dadurch weiter unter Druck, ihre Geldpolitik zu ändern.

Das europäische Statistikamt Eurostat hat eine vorangegangene Schätzung überraschend nach oben korrigiert. Quelle: dpa

LuxemburgDie Konjunktur im Euro-Raum hat sich zum Jahresauftakt stärker als erwartet entwickelt und den robusten Aufschwung fortgesetzt. Im ersten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den 19 Ländern des Währungsraums um 0,6 Prozent zum Vorquartal gewachsen, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Donnerstag mit. Damit revidierte die Behörde eine vorangegangene Schätzung überraschend nach oben.

Zuvor hatte Eurostat für den Zeitraum Januar bis März nur ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent gemeldet. Volkswirte hatten eine Bestätigung der Erhebung von Mitte Mai erwartet. Die Konjunktur im gemeinsamen Währungsraum kommt damit immer stärker in Fahrt. Im Schlussquartal 2016 war die Wirtschaft im Euroraum um 0,5 Prozent gewachsen, im dritten Quartal um 0,4 Prozent und im zweiten Quartal 2016 um 0,3 Prozent.

Seit Mitte 2013 befindet sich die Euro-Zone mehr oder weniger stark auf Wachstumskurs. Der robuste Aufschwung setzt die Europäische Zentralbank (EZB) zunehmend unter Druck, die Geldschleusen zur Ankurbelung der Konjunktur ein Stück weit zu schließen.

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