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Konjunktur Deutsche Exporte in USA und China steigen trotz Handelsstreit deutlich

Trotz des Handelskonfliktes sind die deutschen Exporte in die USA und nach China angestiegen. Die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung bleibt.

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Die USA bleiben größter Abnehmer von Waren „Made in Germany“. Quelle: dpa

Berlin Die deutschen Exporte in die USA und nach China sind ungeachtet des Handelskonfliktes zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften überdurchschnittlich gestiegen. Im ersten Quartal wuchsen die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 29,1 Milliarden Euro an, die nach China sogar um 6,5 Prozent auf 23,5 Milliarden Euro. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlagen.

Zum Vergleich: Die gesamten deutschen Ausfuhren wuchsen von Januar bis März lediglich um 2,5 Prozent. Die USA blieben damit größter Abnehmer von Waren „Made in Germany“, China belegt hinter Frankreich und den Niederlanden den vierten Platz.

„Der Exportabsatz der deutschen Unternehmen nach China und in die USA ist gut in das Jahr 2019 gestartet“, sagte das Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ilja Nothnagel. „Die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung bleibt jedoch.“ Der Handelskonflikt zwischen den USA und China sei das dominierende Thema. „Zölle und Gegenzölle haben bereits für Risse im Handel zwischen den beiden Ländern gesorgt.“ Weitere Zölle seien nicht ausgeschlossen. „Das bekommen auch deutsche Zulieferer zu spüren“, warnte Nothnagel.

Zudem drohen auch zwischen den USA und Europa neue Handelshemmnisse wie höhere Zölle auf Autos oder neue „Buy American"-Regelungen bei Infrastrukturprojekten, bei denen heimische Konkurrenten bevorzugt werden könnten. „Das trifft dann direkt die deutsche Industrie und schwächt die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen, die derzeit die internationale Zunahme von Handelshemmnissen deutlich spüren“, sagte der DIHK-Experte.

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