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Konjunktur DIHK senkt Wachstumsprognose deutlich – „Ausblick verdunkelt sich“

Der DIHK korrigiert seine Wachstumsvorhersage auf 0,9 Prozent – wenn alles gut geht. Ein chaotischer Brexit und der Handelskonflikt bergen Gefahren.

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Für 2019 ging der DIHK eigentlich von einem BIP-Anstieg von 1,7 Prozent aus. Quelle: dpa

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) senkt auf Basis einer neuen Firmenumfrage seine Wachstumsprognose deutlich. Für 2019 rechnet er nun nur noch mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung (BIP) von 0,9 Prozent. Bisher lag die Vorhersage bei 1,7 Prozent. „Allerdings kann das Wachstum noch stärker zurückgehen, wenn es zu einem chaotischen Brexit kommt“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben am Donnerstag in Berlin.

Eine wirtschaftliche Krise prognostiziere der DIHK jedoch nicht. Gefährlich werde es allerdings, wenn der Handelskonflikt zwischen den USA und Europa sowie zwischen den USA und China eskalieren sollte. „Der Ausblick verdunkelt sich“, überschreibt der DIHK die Ergebnisse seiner zu Jahresbeginn erhobenen Umfrage unter rund 27.000 Firmen. Die Geschäftserwartungen wurden demnach in allen Wirtschaftszweigen deutlich schlechter eingeschätzt.

Die Sorgen um die Nachfrage aus dem In- und Ausland nähmen spürbar zu. Auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen werden aus Sicht der Firmen zunehmend zum Risikofaktor: „Die globalen Handelskonflikte bremsen die Geschäftsentwicklung – vor allem in der Industrie.“

Auch die Exporterwartungen der Industrie sinken weiter: Der Anteil der Firmen, die schlechtere Ausfuhrdaten erwarten, verdoppelte sich binnen Jahresfrist. Wachsende Nachfragesorgen führen auch dazu, dass weniger Betriebe als zuletzt ihre Investitionen ausweiteten. Auch die Beschäftigungsabsichten der Firmen gingen leicht zurück: „Dies deutet auf eine langsamere Gangart, jedoch noch auf keinen Stopp des Beschäftigungsaufbaus“, so der DIHK.

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