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Konjunktur DIW sieht deutsche Wirtschaft aktuell auf Schrumpfkurs

Angesichts der Auftragslage schätzt das Institut, dass die Industrie früher oder später anziehen wird. Quelle: dpa

Die Corona-Maßnahmen belasten die deutsche Wirtschaft auch im Schlussquartal des Jahres. Während eine Branche besonders davon betroffen ist, sehen die Aussichten für eine andere besser aus.

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Die Corona-Beschränkungen bringen dem DIW zufolge die Erholung der deutschen Wirtschaft vorerst zum Erliegen. „Im Schlussquartal wird die deutsche Wirtschaft wohl leicht schrumpfen“, sagte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Dienstag in Berlin voraus.

Direkt betroffen seien vor allem die Dienstleister. So darf etwa unter der 2G-Regel die Gastwirtschaft vielerorts ihre Leistungen nur Geimpften und Genesenen zur Verfügung stellen, in Landkreisen mit besonders hohen Inzidenzen besteht gar ein allgemeines Beherbergungsverbot. “

Alles in allem dürfte die Wertschöpfung der betroffenen Branchen wie auch im vergangenen Winter massiv zurückgefahren werden – wenngleich durch die mittlerweile erzielten Impffortschritte unterm Strich mehr an Aktivität möglich sein dürfte als vor rund einem Jahr“, sagte DIW-Konjunkturexperte Simon Junker. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor sei die hochansteckende Omikron-Variante des Coronavirus.

Besser schätzen die Forscher die Aussichten für die Industrie ein. „Angesichts der üppigen Auftragslage wird der Industriemotor früher oder später anspringen und die Konjunktur merklich ankurbeln – wegen der anhaltenden, massiven Lieferengpässe aber wohl erst später – und zwar im Laufe des kommenden Jahres“, sagte Junker.

Mehr zum Thema: Bund und Länder beraten erneut über die Corona-Lage und neue Einschränkungen. Die könnten für die Wirtschaft teuer werden, sagt Konjunkturexperte Michael Grömling.

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