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Konjunktur Erzeugerpreise in Euro-Zone steigen in Rekordtempo

Viele Preise steigen wegen weltweiter Lieferengpässe bei Material wie Holz und Stahl. Die Produktionspreise gelten als Frühindikator der Inflation.

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Die Produktionspreise erhöhen sich schneller als befürchtet. Zuvor hatte die EZB verkündet, dass die Inflation im EU-Raum den höchsten Wert seit 2011 erreicht hat. Quelle: dpa

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in der Euro-Zone sind im Juli in Rekordtempo gestiegen. Sie legten um 12,1 Prozent zum Vorjahresmonat zu, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1996.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur 11,0 Prozent erwartet, nachdem es im Juni ein Plus von 10,2 Prozent gegeben hatte. Energie verteuerte sich diesmal um 28,9 Prozent. Vorprodukte kosteten 12,6 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Bei diesen Erzeugnissen gibt es weltweite Engpässe – etwa bei Holz und Stahl.

Die Produzentenpreise gelten als Frühindikator für die Entwicklung der Inflation. Diese gewinnt im Euro-Raum derzeit an Fahrt und übertrifft die Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) bei weitem. Die Verbraucherpreise stiegen im August binnen Jahresfrist um 3,0 Prozent. Das ist die höchste Rate seit November 2011. Im Juli hatte sie noch 2,2 Prozent betragen. Die EZB strebt mittelfristig zwei Prozent Inflation als Idealwert für die Wirtschaft an.

Die Produzentenpreise gelten als Frühindikator für die Entwicklung der Inflation. In der Statistik werden die Preise ab Fabrik geführt - also bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Sie können damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Verbraucherpreise geben.

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