Konjunktur Euro-Wirtschaft wächst stärker als gedacht – BIP legt um 0,6 Prozent zu

Trotz Ukraine-Krieg und Lieferkettenprobleme: Die Wirtschaft in der Eurozone ist deutlich gewachsen. In einer vorherigen Schätzung war nur die Hälfte des Wachstums erwartet worden.

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Die Wirtschaft in Europa doppelt so stark wie erwartet. Quelle: dpa

Die Wirtschaft der Euro-Zone ist zu Jahresbeginn trotz des Ukraine-Krieges doppelt so stark gewachsen wie zuletzt gedacht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte zwischen Januar und März zum Vorquartal um 0,6 Prozent zu, wie das Europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. In einer früheren Schätzung von Mitte Mai war nur von plus 0,3 Prozent die Rede gewesen. Ende 2021 war die Wirtschaft im Euro-Raum um 0,2 Prozent gewachsen.

Die Konjunktur wird durch Lieferkettenprobleme im Zuge der Corona-Krise beeinträchtigt – insbesondere durch Lockdown-Maßnahmen in China. Zudem lastet die hohe Inflation auf Firmen und Verbrauchern, die durch den Ukraine-Krieg weiter befeuert wurde und die Konsumlaune dämpft.

Die Ausgaben der privaten Haushalte sanken deshalb zwischen Januar und März um 0,7 Prozent zum Vorquartal, während der Staatskonsum um 0,3 Prozent nachließ. Die Bruttoanlageinvestitionen stiegen um 0,1 Prozent und die Exporte um 0,4 Prozent. Für Impulse sorgte auch, dass die Firmen ihre Lagerbestände aufstockten.

Die EU-Kommission erwartet für dieses Jahr nur noch einen BIP-Zuwachs in der Euro-Zone von 2,7 Prozent. Zugleich rechnet sie mit einer Teuerungsrate von 6,1 Prozent.

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