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Konjunktur Fast acht Prozent – Statistikeffekt treibt irisches Wachstum

Im vergangenen Jahr ist das irische Bruttoinlandsprodukt kräftig gestiegen. Der ungewöhnliche Wert unterliegt aber einem statistischen Effekt.

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Grund für die ungewöhnlichen Werte ist der hohe Beitrag des Außenhandels. Quelle: dpa

Dublin Irland bleibt die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft der EU und profitiert dabei von statistischen Effekten. Das Bruttoinlandsprodukt des Landes stieg 2017 um 7,8 Prozent, wie am Donnerstag aus offiziellen Daten hervorgeht. Im Schlussquartal legte die Wirtschaft um 3,2 Prozent zum Sommer zu. Kritiker bemängeln allerdings, dass die Daten wegen statistischer Sondereffekte verzerrt seien. Grund für die ungewöhnlichen Werte ist der hohe Beitrag des Außenhandels. Da es keine größeren Importe von geistigem Eigentum und keine bedeutenden Abschlüsse beim Flugzeug-Leasing gab, wurde die Wirtschaft vom sogenannten Außenbeitrag – Exporte minus Importe – stark beflügelt. Irland ist aus steuerlichen Gründen ein beliebter Standort für multinationale Konzerne.

Das Statistikamt hat damit begonnen, die Verzerrungen zu glätten. So habe die neu berechnete gesamte Inlandsnachfrage 2017 um 3,9 Prozent zugelegt. Dies signalisiert, dass die irische Wirtschaft bisher eher wenig Folgen des geplanten EU-Austritts Großbritanniens spürt.

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