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Konjunktur Forschungsinstitute erhöhen Wachstumsprognosen

„Luft wird dünner“ - titelt der kommende Bericht zur Konjunkturprognose führender Institute. Denn es gibt auch Grund zur Sorge.

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Noch mehr Wachstum als erwartet, weniger Arbeitslose, mehr Beschäftigte. Die Konjunkturaussichten geben Grund zum Optimismus. Quelle: dpa

Berlin Höheres Wachstum, weniger Arbeitslose, mehr Beschäftigte: Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute werden Insidern zufolge am Donnerstag ihre Konjunkturprognosen anheben. Das Bruttoinlandsprodukt soll in diesem Jahr statt der noch im Herbst erwarteten 2,0 nun um 2,2 Prozent zulegen, sagten mit dem Frühjahrsgutachten für die Bundesregierung vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Für kommendes Jahr werde die Prognose von 1,8 auf 2,0 Prozent erhöht. Die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose trägt den Titel „Deutsche Wirtschaft im Boom – Luft wird dünner“. Damit wird auf Kapazitätsgrenzen und den Fachkräftemangel angespielt, die den Aufschwung von Europas größter Volkswirtschaft begrenzen.

Die anhaltend gute Konjunktur kommt auch auf dem Arbeitsmarkt an: Die Zahl der Erwerbslosen wird dem Gutachten zufolge in diesem Jahr auf rund 2,3 Millionen fallen und damit erstmals seit der Wiedervereinigung unter der Grenze von 2,5 Millionen liegen. Die Zahl der Beschäftigten soll bis 2019 auf das Rekordniveau von rund 45,3 Millionen steigen. Das wären rund eine Million mehr als 2017.

Der Boom dürfte aber nicht in eine starke Inflation münden: Die Institute gehen davon aus, dass die Teuerungsrate in Deutschland sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr unter zwei Prozent verharrt. Die EZB strebt für die gesamte Euro-Zone knapp zwei Prozent an, den für sie optimalen Wert für die Wirtschaft.

Die Gemeinschaftsdiagnose soll am Donnerstag in Berlin vorgestellt werden. Sie kann bis dahin noch leicht verändert werden. Das Gutachten dient der Bundesregierung als Basis für ihre eigene Prognosen, die kommende Woche veröffentlicht werden sollen. Beteiligt an dem Gutachten sind das Münchner Ifo-Institut, das Berliner DIW, das Essener RWI, das Kieler IfW und das IWH Halle. 

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