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Konjunktur IfW: Lieferengpässe kosten deutsche Wirtschaft 2021 voraussichtlich 25 Milliarden Euro

Die Industrieproduktion liegt den Forschern zufolge deutlich unter dem Niveau, das die Auftragslage hergibt. Grund seien vor allem Transportengpässe in der Schifffahrt.

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Lieferengpässe setzen die deutsche Industrie unter Druck. Quelle: dpa

Die Lieferengpässe dürften der deutschen Wirtschaft laut IfW-Institut im laufenden Jahr Verluste von rund 25 Milliarden Euro einbrocken. Die Industrieproduktion liege derzeit deutlich unter dem Niveau, das die Auftragslage hergebe, teilten die Kieler Forscherinnen und Forscher am Dienstag mit.

Maßgeblicher Grund dürften fehlende Zulieferungen sein – etwa aufgrund der Transportengpässe in der Schifffahrt. „Die Schätzungen legen nahe, dass die deutsche Industrieproduktion mindestens fünf Prozent höher sein könnte, als sie es derzeit ist, wenn ausreichend Produktionsmaterialien und Zwischenprodukte zur Verfügung stünden“, sagte Klaus-Jürgen Gern, Leiter der internationalen Konjunkturanalyse am IfW Kiel.

„Voraussichtlich werden die Lieferengpässe die Industrieproduktion noch bis weit ins dritte Quartal hinein belasten.“ Erst danach dürfte es eine deutliche Besserung geben.

„Für das gesamte Jahr 2021 dürften sich die Verluste für die deutsche Volkswirtschaft auf rund 25 Milliarden Euro belaufen“, erläuterte Gern. Ein großer Teil der derzeit verhinderten Produktion könne aber nachgeholt werden und die Konjunktur dann im kommenden Jahr unterstützen.

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