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Konjunktur IWF warnt vor Einbruch der Weltwirtschaft durch Handelskrieg

Der Internationale Währungsfonds fordert ein Ende des Handelsstreits zwischen den USA und China. Ansonsten drohe die Weltwirtschaft um 0,8 Prozent einzubrechen.

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Die gegenseitigen Sanktionen zwischen den USA und China zeigen bereits Bremsspuren beim Wachstum der Länder. Quelle: AP

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor den Folgen des Handelskonflikts zwischen China und den USA für die Weltwirtschaft. Das globale Wirtschaftswachstum könnte 2020 um 0,8 Prozent einbrechen, bekräftigte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa am Donnerstag nach einer Gesprächsrunde mit Chinas Premierminister Li Keqiang und internationalen Organisationen in Peking.

Den größten Einfluss auf die Wirtschaftsflaute habe der Handelskrieg zwischen den USA und China und die damit verbundenen Unsicherheiten, betonte sie. Obwohl sich beide Länder in jüngster Zeit angenähert haben, konnten sie sich bislang nicht darauf verständigen, in welchem Ausmaß Zölle wieder zurückgenommen werden sollen. US-Präsident Donald Trump drohte kürzlich mit neuen Zöllen, sollten sich beide Länder nicht einigen können und einen Handels-Deal schließen.

Die USA bemängeln den mutmaßlichen Technologiediebstahl sowie den beschränkten Zutritt zum chinesischen Markt für ausländische Firmen. „China wird an seiner Öffnungsstrategie festhalten und sich auch weiter öffnen“, sagte Chinas Premierminister. Um die Realwirtschaft zu unterstützen, wolle das Land seine Gesamtwirtschaft stabil halten und Zinssätze senken.

Der IWF erwartet, dass das Wachstum in China - der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt - in diesem Jahr bei 6,1 Prozent liegt, im kommenden Jahr aber unter die 6-Prozent-Marke fällt. Bereits im dritten Quartal dieses Jahres war auf sechs Prozent gesunken - so langsam war Chinas Wirtschaft seit fast 30 Jahren nicht mehr gewachsen. Die Volksrepublik leidet nach Angaben des IWF unter steigenden Schulden und den Folgen des Handelskriegs.

Mehr: Auch die OECD erwartet eine Wachstumsschwäche. Wie Chefvolkswirtin Laurence Boone diese begründet, lesen Sie hier.

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