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Konjunktur Kauflaune in Deutschland sinkt

Die aktuelle Politik trübt derzeit die Lust am Einkaufen. Trotzdem sind die Experten sich sicher, 2018 wird ein konsumstarkes Jahr.

Berlin
Das Konsumklima in Deutschland trübt sich angesichts der immer noch nicht abgeschlossenen Regierungsbildung auf hohem Niveau leicht ein. Das Barometer dazu sinkt für März um 0,2 auf 10,8 Punkte, wie die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung am Mittwoch zu ihrer monatlichen Umfrage unter 2000 Verbrauchern mitteilte.

„Die politischen Turbulenzen um die Bildung einer stabilen und tragfähigen Regierung in Berlin haben die Konsumenten möglicherweise etwas verunsichert“, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. „Trotz dieses Dämpfers bleibt der Konsumoptimismus der Bundesbürger hoch.“

Diese schätzen sowohl die Aussichten für die deutsche Wirtschaft als auch für ihre eigenen Einkommen nicht mehr ganz so gut ein wie zuletzt. Auch die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen, etwa Möbeln, ließ nach.

Die Aussichten für den Konsum bleiben laut GfK in diesem Jahr günstig. Die realen Konsumausgaben dürften um etwa zwei Prozent steigen und damit fast genauso stark wie 2017. „Wichtige Grundlage für ein gutes Konsumjahr 2018 ist der sich weiter exzellent entwickelnde Arbeitsmarkt“, sagte Bürkl.

„Zudem würde die Bildung einer stabilen Bundesregierung das Konsumklima zusätzlich stützen.“ Am Sonntag wird das Ergebnis des SPD-Mitgliederentscheids zur Bildung einer großen Koalition mit CDU und CSU veröffentlicht. Bei einem „Ja“ könnte dann fast ein halbes Jahr nach der Bundestagswahl eine neue Regierung gebildet werden.

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