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Konjunktur Kieler Forscher: Wirtschaft wird sich nach kurzer Rezession wieder fangen

Das Forschungsinstitut IfW erwartet eine schrumpfende Wirtschaftsleistung im dritten Quartal. Dennoch fällt die Prognose vorsichtig optimistisch aus.

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Die Abschwächung der Konjunktur zeichnet sich bereits seit Monaten ab. Quelle: dapd

Die deutsche Wirtschaft steht laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) an der Schwelle zur Rezession, dürfte sich aber nächstes Jahr wieder fangen. „Im dritten Quartal wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wohl noch einmal zurückgehen“, so die Forscher um IfW-Konjunkturchef Stefan Kooths in ihrer am Mittwoch veröffentlichten Prognose.

Das IfW erwartet ein Minus von 0,3 Prozent. Damit rutsche die Konjunktur in eine technische Rezession – also zwei Quartale mit schrumpfender Wirtschaftsleistung. Denn im Frühjahr war das BIP bereits um 0,1 Prozent gesunken. Doch werde es voraussichtlich am Jahresende und auch 2020 wieder aufwärtsgehen.

Für nächstes Jahr sagen die Regierungsberater ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 1,0 Prozent nach einem eher mageren Zuwachs von 0,4 Prozent im laufenden Jahr voraus. „Derzeit spricht mehr dafür, dass sich die Konjunktur in Deutschland im kommenden Jahr fängt“, betonten die Ökonomen vom IfW.

Allerdings dürfte die von den internationalen Zollkonflikten ausgehende Unsicherheit die Produktion hierzulande in besonderem Maße belasten, warnen die Experten: „Vor diesem Hintergrund werden die Exporte wohl nur allmählich wieder etwas Fahrt aufnehmen.“ Zudem mache sich die schwächere Konjunktur zusehends am Arbeitsmarkt bemerkbar: „So wird die Zahl der Arbeitslosen wohl vorerst weiter zunehmen.“ Ferner werde die Erwerbstätigkeit im kommenden Jahr erstmals seit der Rezession 2009 sinken.

Mehr: Das Ende des zehnjährigen Booms – Deutschland droht eine „technische“ Rezession.

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