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Konjunktur Lieferengpässe drosseln das Wachstumstempo der deutschen Industrie

Der Einkaufsmanagerindex ist im August auf den tiefsten Stand seit einem halben Jahr gefallen. Auch in der restlichen Euro-Zone verlor der Aufschwung an Tempo.

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Lieferengpässe setzen die Industrie derzeit unter Druck. Quelle: dpa

Die deutsche Industrie hat im August angesichts von Lieferengpässen und steigender Kosten an Schwung verloren. Der Einkaufsmanagerindex fiel um 3,3 auf 62,6 Punkte.

Das ist der niedrigste Stand seit einem halben Jahr, wie das Institut IHS Markit am Mittwoch zu seiner monatlichen Umfrage unter Hunderten Unternehmen mitteilte. Das Barometer bleibt aber deutlich über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert.

„Während die Nachfrage nach deutschen Gütern weiterhin stark ist und die Auftragseingänge nach wie vor zu den höchsten in der Geschichte gehören, wird das Produktionsniveau durch die Probleme der Hersteller in der Lieferkette eingeschränkt“, sagte Markit-Ökonom Phil Smith.

Demnach hinkt das Wachstum der Produktion dem der Neuaufträge so stark wie noch nie in den vergangenen 25 Jahren hinterher. Es fiel so langsam aus wie seit einem Jahr nicht mehr. „Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage treibt die Kosten weiterhin in historisch hohem Maße in die Höhe“, sagte Smith.

Auch in der Euro-Zone insgesamt verlor der Industrieaufschwung an Tempo. Hier fiel der Einkaufsmanagerindex um 1,4 auf 61,4 Punkte. „Das Hauptproblem war erneut der Mangel an Komponenten, da die Zulieferer entweder nicht in der Lage waren, genügend Teile zu produzieren, oder es ihnen an Transportkapazitäten mangelte, um die logistische Nachfrage zu befriedigen“, erklärte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson die nachlassende Dynamik. Die anhaltend hohen Materialpreise verschärften die Probleme der Unternehmen zusätzlich.

Mehr: Chinas Verbraucher sind verunsichert: Die Stimmung in der zweitgrößten Wirtschaft der Welt trübt sich ein

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