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Konjunktur Negativer Trend hält an: ZEW-Konjunkturerwartungen trüben sich weiter ein

Börsianer haben ihren Konjunkturausblick den fünften Monat in Folge heruntergeschraubt. Steigende Preise und Lieferengpässe belasten die Geschäfte der deutschen Industrie zu sehr.

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Zuletzt hatten vor allem die erheblichen Lieferprobleme im Welthandel die Stimmung belastet. Quelle: dpa

Börsenprofis haben ihre Erwartungen an den Konjunkturaufschwung in Deutschland im Oktober den fünften Monat in Folge heruntergeschraubt. Das Barometer für die Einschätzung der Börsianer mit Blick auf die nächsten sechs Monate sank um 4,2 Punkte auf 22,3 Punkte. Das teilte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter 172 Analysten und Anlegern mit.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf 24,0 Zähler gerechnet. Auch die Lage wurde schlechter eingeschätzt, nachdem sie zwischen Februar und September 2021 noch kontinuierlich besser bewertet worden war.

„Der konjunkturelle Ausblick für die deutsche Wirtschaft hat sich spürbar eingetrübt“, sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Das gehe „hauptsächlich auf die weiterhin bestehenden Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten zurück“. Dadurch erwarten die Finanzmarktexperten vor allem bei den exportorientierten Branchen wie dem Fahrzeugbau sowie der Chemie- und Pharmabranche eine Verschlechterung der Ertragslage.

„Zudem belasteten der Chipmangel im Fahrzeugbau und die Ressourcenverknappung am Bau“, sagte Wambach. Die exportabhängige deutsche Industrie hat zuletzt weniger Aufträge erhalten, ihre Produktion gedrosselt und auch weniger exportiert. Steigende Preise wegen Materialknappheit und Lieferengpässen verhindern derzeit eine stärkere Erholung und belasten das Geschäft.

Ökonomen gehen deshalb davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden vierten Quartal kaum noch gewachsen ist. „Trotz dieser Belastungsfaktoren gibt es allerdings keinen Grund den Kopf in den Sand zu stecken“, sagte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel. „Kommt der Materialfluss wieder in Gang, wird es zu einer stark anziehenden Industriekonjunktur kommen.“

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