Konjunktur Teurere Lebensmittel und die Osterferien lassen Inflation steigen

Die Osterferien bringen nicht nur Vorteile mit sich: Viele Kosten steigen aufgrund der freien Tage. Das wirkt sich besonders auf die Konjunktur aus.

Nahrungsmittel und Reisen haben die Inflationsrate nach oben klettern lassen – Energiepreise dämpften diese hingegen. Quelle: dpa

BerlinTeurere Nahrungsmittel und höhere Reisekosten wegen der Osterferien haben im März die Inflation steigen lassen. Waren und Dienstleistungen kosteten in Deutschland durchschnittlich 1,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag seine frühere Schätzung bestätigte. Im Februar betrug die Teuerungsrate 1,4 Prozent. Der Anstieg ist der erste seit November. Dennoch liegt der Wert noch unter der Marke von knapp zwei Prozent, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) als ideal für die Konjunktur in der Euro-Zone angesehen wird.

Vor allem teurere Nahrungsmittel sorgten für einen Preisschub. Lebensmittel verteuerten sich um 2,9 Prozent und damit fast drei Mal so stark wie zuvor. Speisefette und Speiseöle kosteten dabei 14,9 Prozent mehr als im März 2017, Molkereiprodukte und Eier 10,4 Prozent sowie Obst 7,4 Prozent mehr. Die Kosten für Pauschalreisen zogen um 3,2 Prozent an, da die Osterfeiertage diesmal auf den März fielen. Auch in Restaurants, Cafés und im Straßenverkauf zogen die Kosten mit 2,2 Prozent überdurchschnittlich an.

Gedämpft wurde die Inflation dagegen von der Entwicklung der Energiepreise. Diese stiegen nur noch um 0,5 Prozent. Kraftstoffe wie Benzin verbilligten sich dabei um 0,7 Prozent, Gas sogar um 1,4 Prozent. Teurer als ein Jahr zuvor waren dagegen leichtes Heizöl (+5,4 Prozent) und Strom (+1,5 Prozent). Viele Experten rechnen mit einer leicht anziehenden Inflation in den kommenden Monaten. So kletterte der Preis für Erdöl in den vergangenen Tagen zeitweise auf den höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren.

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