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Konjunktur US-Industrie legt überraschend stark zu

Die US-Industrie leidet seit längerem unter den Folgen des US-Handelskonflikts mit China. Doch das Ergebnis der jüngsten Firmenumfrage fällt positiv aus.

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US-Industrie kehrt unerwartet in die Wachstumszone zurück. Quelle: dpa

Nach monatelanger Talfahrt wächst die US-Industrie zu Jahresbeginn überraschend wieder. Der Einkaufsmanager-Index stieg im Januar auf 50,9 Punkte von 47,8 Zählern im Vormonat, wie aus einer am Montag veröffentlichten Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht.

Das ist der höchste Wert seit Juli 2019. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg auf 48,5 Zähler gerechnet. Das Barometer signalisiert erst bei Werten über 50 Punkten Wachstum.

Die US-Industrie litt seit längerem unter den Folgen des US-Handelskonflikts mit China. Nach einem ersten Verhandlungsdurchbruch hatten beide Seiten Mitte Januar ein Teilabkommen unterzeichnet und damit für einen gewissen Abbau der Spannungen gesorgt.

Helaba-Volkswirt Patrick Boldt sieht nun Anzeichen für eine Stabilisierung des Industriesektors. „Noch steht die US-Notenbank Fed aber nicht unter Druck von ihrer abwartenden Haltung abzurücken. Zinssenkungserwartungen sollten gleichwohl tendenziell reduziert werden.“ Die Fed hatte zuletzt entschieden, den Leitzins in der Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent zu halten. Zugleich verwies sie darauf, dass sie etwaige Risiken wie etwa die Ausbreitung des Coronavirus genau im Auge halten werde.

Anders als aus der Industrie kamen zuletzt negative Signale vom Bau: Die Ausgaben in den USA verringerten sich im Dezember um 0,2 Prozent, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Experten hatten mit einem Anstieg von 0,5 Prozent gerechnet.

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