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Konjunktur Warum der Brexit Hessen weniger hart trifft als andere Regionen Deutschlands

Eine Studie des Ifo-Instituts hat die Folgen des Brexit für Deutschland untersucht. Einige Regionen dürften den Brexit weniger spüren als andere.

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Brexit: Hessen weniger hart betroffen als Deutschland insgesamt Quelle: dpa

Frankfurt Der starke Finanzsektor in der Frankfurter Region dämpft Ökonomen zufolge die negativen Effekte des Brexit in Hessen. Zwar sei Großbritannien, das die EU verlassen will, auch für Hessen ein wichtiger Handelspartner, heißt es in der am Dienstag in Frankfurt vorgestellten Studie des Ifo-Instituts. Vor allem der starke Finanzsektor dürfte einen Teil der Folgen aber abfedern.

„Es zeigt sich, dass das Bundesland Hessen und die Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main in geringerem Maße vom Brexit betroffen sein dürften als Deutschland insgesamt“, heißt es in der Studie im Auftrag der Industrie- und Handelskammer Frankfurt.

Banken brauchen für Dienstleistungen in der EU selbstständige Tochtergesellschaften in einem EU-Staat. In London angesiedelte Institute sind daher gezwungen, sich zumindest teilweise neu zu orientieren. Rund 20 Banken – hauptsächlich US-amerikanische und japanische Häuser – und andere Finanzdienstleister haben sich bislang entschieden, ihr Geschäft in Deutschland auf- beziehungsweise auszubauen – vornehmlich am Finanzplatz Frankfurt.

Auf die größten Einbußen durch den Brexit müssen sich dem Ifo zufolge Industriefirmen einstellen. Insbesondere Maschinen- und Fahrzeugbauer sowie Pharmahersteller, deren Produkte den deutschen Export nach Großbritannien dominieren, seien von möglichen Handelshemmnissen betroffen. Da die wirtschaftliche Bedeutung der Industrie in Hessen geringer sei als in anderen Bundesländern, dürfte auch die Folgen des Brexits weniger stark spürbar werden.

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