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Konjunktur Wirtschaft der Euro-Zone kühlt weiter ab

Die Konjunktur in der Euro-Zone verliert zunehmend an Schwung. Vor allem die Industrie leidet unter der schwächeren Weltkonjunktur und den zunehmenden Handelshemmnissen.

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Deutschland bereitet auf Länderebene die größten Sorgen. Quelle: dpa

Berlin Die Privatwirtschaft in der Euro-Zone ist im November so langsam gewachsen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel um 0,7 Punkte auf 52,4 Zähler, wie das Institut IHS Markit am Freitag zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte.

Das Barometer hält sich aber über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. „Wir müssen uns auf einen enttäuschenden Jahresausklang einstellen“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Zukunftsindikatoren wie Auftragseingang und Geschäftsaussichten seien „beunruhigend schwach ausgefallen“.

Besonders ausgeprägt ist die Delle nach wie vor in der Industrie. Sie leidet unter der schwächeren Weltkonjunktur und den zunehmenden Handelshemmnissen, die auf die Exporte durchschlagen. „Erheblich zu schaffen machen der Industrie auch die überaus enttäuschenden Automobilverkäufe“, sagte Williamson.

So hatten die deutschen Hersteller große Probleme mit der Umstellungen auf den neuen Abgasmesszyklus, was für einen Zulassungsstau sorgte. Das Barometer für die Industrie fiel um 0,5 auf 51,5 Punkte und damit auf den schlechtesten Wert seit zweieinhalb Jahren. Bei den Dienstleistern sank das Barometer um 0,6 auf 53,1 Punkte, den tiefsten Stand seit über zwei Jahren.

„Auf Länderebene blieb Deutschland das Sorgenkind Nummer eins“, erklärte das Institut. Hier wurde das schwächste Wirtschaftswachstum seit knapp vier Jahren verzeichnet. „Frankreich schnitt zum zweiten Mal hintereinander besser ab als Deutschland, allerdings verlor die Wirtschaft minimal an Dynamik“, so die Forscher. In den übrigen von der Umfrage erfassten Euro-Ländern sei das Wachstum „ausgesprochen mau“ ausgefallen.

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