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Konjunkturabschwung Gegenwind am Jobmarkt wird laut Forschern stärker

Wegen des Konjunkturabschwungs rechnen Ökonomen mit höheren Arbeitslosenzahlen. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer erreicht den tiefsten Stand seit 2013.

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Die Abkühlung der Wirtschaft macht sich zunehmend stärker am Arbeitsmarkt bemerkbar. Quelle: dpa

Berlin Das jahrelange Jobwunder in Deutschland bekommt erste Kratzer. „Im gegenwärtigen Konjunkturabschwung erwarten die Arbeitsagenturen stärkeren Gegenwind“, sagte Experte Enzo Weber vom IAB-Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Montag.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer sei im Juli deutlich gefallen. Einen niedrigeren Wert gab es zuletzt im Sommer 2013. In den nächsten Monaten sei mit saisonbereinigt steigenden Arbeitslosenzahlen zu rechnen. Von Reuters befragte Ökonomen gehen davon aus, dass es bereits im Juli zu einem Anstieg der um jahreszeitliche Schwankungen bereinigten Arbeitslosenzahl um 2.000 kommt. Die BA legt die Daten am Mittwoch vor.

Die Abkühlung der Wirtschaft macht sich zunehmend stärker am Arbeitsmarkt bemerkbar. Vermittlungen in konjunkturabhängige Bereiche wie die Zeitarbeit würden schwieriger, sagte Weber. Die aktuellen Nachrichten über Stellenabbau bei Großkonzernen wie der Deutschen Bank, Siemens oder Thyssen-Krupp seien aber nicht repräsentativ für den Arbeitsmarkt. „Insgesamt lag die Entlassungsquote seit der Wiedervereinigung noch nie so niedrig wie heute“, erklärte Weber. Der Arbeitsmarkt bleibe insgesamt auf Kurs – „aber ganz spurlos wird der Konjunkturabschwung auch nicht an ihm vorbeigehen“.

Mehr: Vor allem die schwächelnde Industrie lässt die Beschäftigungsdynamik erlahmen. Die konjunkturelle Abkühlung könnte auf den privaten Konsum durchschlagen.

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