WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Konjunkturbericht der US-Notenbank US-Wirtschaft wächst moderat – doch die Firmen ringen um Arbeitskräfte

Die Lage am Arbeitsmarkt in den USA bleibt laut Fed-Bericht angespannt. Unternehmen falle es schwer, Arbeitskräfte zu finden. Der Handelsstreit drückt weiter das Wachstum.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Die US-Notenbank hat heute ihren Konjunkturbericht „Beige Book“ vorgestellt. Quelle: dpa

Nach einem moderaten US-Wirtschaftswachstum zwischen Oktober und Mitte November sind die Konjunkturaussichten für die weltgrößte Volkswirtschaft nach Angaben der Notenbank Fed allgemein positiv. Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt aber landesweit aus Sicht der Unternehmen angespannt, wie es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht der Währungshüter, dem „Beige Book“, heißt.

Insgesamt stieg die Beschäftigung demnach an. Unternehmen sei es schwer gefallen, die Arbeitskräfte zu finden, die sie benötigten. Der Handelskrieg zwischen den USA und China belastete dem Bericht zufolge das Wachstum. Die Produktionsaktivität habe nachgelassen. Auch bei den Investitionen der Unternehmen gebe es eine Abkühlung, weil einige Firmen Entscheidungen aufschöben angesichts der Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Zollstreit.

Einzelhändler hätten auf höhere Kosten verwiesen und einige als Grund die Zölle genannt. Die USA und China haben sich in den vergangenen Monaten gegenseitig mit Strafzöllen überzogen. Angesichts der mauen Weltkonjunktur hatte die Fed den Leitzins Ende Oktober um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent gesenkt. Vorausgegangen waren geldpolitische Lockerungen im September und Juli.

Die Notenbank will nun aber vorerst die Füße stillhalten, so dass Experten für die Dezember-Sitzung mit einem konstanten Zins rechnen. Dafür spricht auch, dass Fed-Chef Jerome Powell trotz ungelöster Handelskonflikte optimistisch auf die heimische Konjunktur schaut. Die US-Industrie hatte im Oktober überraschend mehr Aufträge an Land gezogen.

Der Sektor stellt etwa zwölf Prozent der Wirtschaftsleistung der weltgrößten Volkswirtschaft aus. Ihr macht der seit fast anderthalb Jahren anhaltende Handelskrieg mit China zu schaffen. Dennoch lief die amerikanische Wirtschaft im Sommer besser als bislang gedacht. Zwischen Juli und September stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,1 Prozent. Das Wachstum war damit stärker als in einer ersten Schätzung angenommen, in der ein Plus von 1,9 Prozent genannt wurde.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%