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Konjunkturbericht US-Notenbank: Wirtschaft bleibt trotz Zollstreit auf Wachstumskurs

Die Fed erwartet nicht, dass sich die US-Konjunktur spürbar eintrübt. Dennoch werden die aktuellen Handelskonflikte wirtschaftliche Spuren hinterlassen.

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Das Wachstumstempo der US-Wirtschaft könnte sich verlangsamen. Quelle: Bloomberg

Washington Die US-Wirtschaft bleibt trotz des Handelskonflikts mit China nach Einschätzung der Notenbank Federal Reserve auf Wachstumskurs. Die von der Zentralbank befragten Wirtschaftskontakte seien jedoch besorgt, dass sich der Zollstreit auf die Geschäftsaktivitäten auswirken könnte, teilte die Fed in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht „Beige Book“ mit.

Das Wachstumstempo der Wirtschaft sei von April bis Mitte Mai „moderat“ ausgefallen. In einigen der zwölf Fed-Distrikte habe es allerdings Hinweise auf eine sich verlangsamende Aktivität gegeben. Der Ausblick auf die kommenden Monate sei zwar positiv, aber moderat. Im „Beige Book“ werden Signale aus der Wirtschaft zusammengefasst, die auch für die Geldpolitik der Fed von Bedeutung sein können.

Angesichts der zunehmenden Spannungen in den Handelsstreitigkeiten der USA steht die US-Notenbank Fed bereit, die Wirtschaft mit einer Zinssenkung zu stärken.

Die einflussreiche Direktorin Lael Brainard sagte dem Netzportal „Yahoo Finance“ am Mittwoch, die Währungshüter seien darauf vorbereitet, die Geldpolitik bei Bedarf zur Stützung des Wachstums anzupassen. Auch wenn die Wirtschaft rundlaufe, gingen von der Handelspolitik Risiken für die Konjunktur aus.

Der Leitzins liegt derzeit in einer Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent. Die Fed hatte ihn 2018 wegen der brummenden Wirtschaft mehrfach angehoben. Angesichts des Handelsstreits und der schwächeren Weltwirtschaft fuhren die Währungshüter dieses Jahr auf Sicht und tasteten den Schlüsselsatz bislang nicht an.

Mehr: US-Präsident Donald Trump hat keinen Zweifel daran gelassen, dass er die aktuellen Zinsen für zu hoch hält. Seine Handelspolitik könnte jetzt dazu führen, dass die Fed die Zinsen tatsächlich senkt. Lesen Sie, wie Trump damit die Notenbank für seine Zwecke einspannt.

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