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Kooperation LBBW baut M&A-Bereich auf und schließt einen Deal mit Natixis

Für die Landesbank ist das eine Möglichkeit, sich unabhängiger vom Kreditgeschäft zu machen, das angesichts des Niedrigzinsumfeldes unter Druck steht.

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Auch von der Commerzbank kaufte sich die LBBW zusätzliche Kompetenz ein. Quelle: dpa

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und die französische Investmentbank Natixis haben eine Kooperationsvereinbarung für das Geschäft mit der Beratung bei Firmenkäufen und Übernahmen geschlossen. Für die Landesbank ist das eine Möglichkeit, sich unabhängiger vom Kreditgeschäft zu machen, das angesichts des Niedrigzinsumfeldes unter Druck steht.

Das Ziel der Kooperation besteht darin, gemeinsame M&A-Beratungsmandate für die Kunden beider Unternehmen zu gewinnen, erklärte die LBBW am Mittwoch. Es handele es sich um eine nicht-exklusive Vereinbarung und es gebe auch keine gegenseitigen Kapitalbeteiligungen.

Der Schritt passt zur Ankündigung der LBBW vor wenigen Tagen, sie wolle ihr internationales M&A-Geschäft ausbauen. Vor diesem Hintergrund hatte sie Michael Niederberger als Chef für M&A Asia/Pacific in Singapur an Bord geholt. Er war zuvor Leiter Corporate Finance Asia bei der ING gewesen.

Auch von der Commerzbank kaufte sich die LBBW zusätzliche Kompetenz ein. Sie stellte Olaf Schween ein, der zuvor Leiter M&A Large Corporates bei dem Konkurrenten war. Er führt eine neue Einheit, in der verschiedene Teams aus Corporate Finance zusammengefasst werden.

Nach der Etablierung eines M&A-Büros in Singapur markiert die Partnerschaft mit Natixis „einen weiteren Schritt in der Internationalisierung unserer Aktivitäten – und zwar insbesondere über die Regionen hinaus, in denen wir selbst über Niederlassungen und Repräsentanzen präsent sind“, sagte Karl Manfred Lochner, LBBW-Vorstand für das Firmengeschäft.

Das globale M&A-Netzwerk von Natixis umfasst Europa, die USA und die Region Asien-Pazifik. Bei der LBBW zählt die Fusionsberatung zu den strategischen Wachstumsfeldern. Sie ist bei der Landesbank fester Bestandteil des Corporate Finance Advisory, das rund 30 Mitarbeiter zählt.

Auch innerhalb der Sparkassen-Gruppe hatte die LBBW zuletzt Geschäfte an sich gezogen. So vereinbarte sie mit der Helaba im August, dass diese ihr Zins-, Währungs- und Rohstoffmanagement für Sparkassen an die LBBW abgibt. Zusätzlich soll sie das komplette Verwahrstellengeschäft für Spezial- und Publikumsfonds der Helaba erhalten. Im Gegenzug tritt die LBBW einige andere Bereiche an die Helaba ab.

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