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Krankenkassen Beitragsschulden wachsen weiterhin

Die Beitragsschulden bei den Krankenkassen steigen stetig. Ausschlaggebend ist dafür die 2007 eingeführte Versicherungspflicht. Trotz möglicher Unterstützung vom Staat kommen viele Kleinverdiener dieser oft nicht nach.

Werden Beträge nicht gezahlt, übernehmen die Kassen nur noch eine Notfallversorgung. Quelle: dpa

Berlin Die Versicherten schulden den Krankenkassen mittlerweile mehr als sieben Milliarden Euro. Wie der GKV-Spitzenverband am Donnerstag bestätigte, summierten sich die Außenstände bei der gesetzlichen Krankenversicherung bereits im Juli dieses Jahres auf 7,045 Milliarden Euro. Darüber hatte zuerst die „Berliner Zeitung“ berichtet. Kurz vor der letzten Bundestagswahl lagen die Beitragsschulden noch bei rund 2,2 Milliarden Euro.

Angesichts von damals mehr als 200.000 Nichtversicherten hatte die große Koalition im Jahr 2007 eine Versicherungspflicht eingeführt. Vor allem kleine Selbstständige ohne Angestellte verdienen aber oftmals so wenig Geld, dass sie die Kassenbeiträge nicht aufbringen können. Werden die Beträge nicht gezahlt, übernehmen die Kassen nur noch eine Notfallversorgung.

Die Krankenkassen verweisen die säumigen Beitragszahler auf die Möglichkeit staatlicher Hilfen. Sollten diese jedoch weiterhin nicht genutzt werden, müsse der Staat die Beitragsausfälle mit Steuergeld ausgleichen, heißt es beim GKV-Spitzenverband.

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