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Krisenfall Schweizer Regierung will strengere Kapitalregeln für Großbanken

Sollte es bei einer Schweizer Großbank zum Krisenfall kommen, sollte sie ohne staatliche Hilfe abgewickelt werden – so der Wunsch der Schweizer Regierung.

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Für die Schweizer Großbank könnte es bald strenger Eigenkapitalvorschriften geben. Quelle: dpa

Zürich Auf die Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse könnten strengere Eigenkapitalvorschriften zukommen. Das Finanzministerium veröffentlichte am Freitag einen Entwurf für eine Änderung der sogenannten „Eigenmittelverordnung“. Mit dieser soll sichergestellt werden, dass die Institute im Krisenfall ohne Staatshilfen abgewickelt werden können.

Würde dieser Vorschlag so umgesetzt, müssten die beiden Banken zur Erfüllung der neuen Regeln über Anleihen insgesamt rund 24 Milliarden Franken an zusätzlichem Kapital aufnehmen. Dadurch ergäben sich für die Institute zusammen jährlich zusätzliche Refinanzierungskosten von bis zu 170 Millionen Franken, geht aus den Unterlagen hervor.

In der Praxis dürften diese Zusatzkosten jedoch tiefer ausfallen, weil die Institute bei einem besseren Schutz gegen Krisen gleichzeitig von tieferen Risikoaufschlägen für ihr Fremdkapital profitieren, argumentierte die Regierung.

Der Vorschlag wird nun Interessenvertretern vorgelegt, die dazu Stellung nehmen können. Die neuen Regeln sollen ab 2020 in Kraft treten. Allerdings sind für bestimmte Anforderungen längere Übergangsfristen vorgesehen.

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