WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Kritik an der US-Notenbank US-Präsident Trump ist von den Zinserhöhungen der Fed „nicht begeistert“

Die US-Notenbank Fed hat die Leitzinsen in diesem Jahr bereits zwei Mal erhöht – und zwei weitere Zinsschritte in Aussicht gestellt. Das gefällt US-Präsident Trump nicht.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Donald Trump übt scharfe Kritik an den Zinserhöhungen der Fed Quelle: Reuters

Washington US-Präsident Donald Trump hat CNBC zufolge die Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve kritisiert. „Ich bin nicht begeistert“, sagte er dem Fernsehsender zufolge in einem Interview am Donnerstag. Nach jeder Erhöhung wollten die Währungshüter die Zinsen weiter anheben. „Darüber bin ich nicht glücklich“, erklärte Trump. „Aber gleichzeitig lasse ich sie machen, was sie für das Beste halten.“

Durch den starken Dollar fürchte er Nachteile für die USA, fügte Trump hinzu. Es ist nicht das erste Mal, dass er mit der Tradition von US-Präsidenten bricht, sich nicht zur Fed-Politik und dem Dollar-Kurs zu äußern. Nach Trumps Äußerungen gab der Dollar nach, während die US-Aktien vorübergehend ihre Verluste verringerten.

„Mir gefällt es nicht, diese ganze Arbeit in die Wirtschaft zu stecken und dann zusehen zu müssen, wie die Zinsen nach oben gehen“, sagte Trump CNBC zufolge. Dies könne den USA Nachteile bringen, weil gleichzeitig die japanische Notenbank und die Europäische Zentralbank ihre lockere Geldpolitik fortsetzten.

Die Fed hat dieses Jahr ihre Leitzinsen bereits zwei Mal erhöht – auf die aktuell gültige Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent. Zudem stellte die Notenbank zwei weitere Schritte nach oben für das zweite Halbjahr in Aussicht. Die Fed reagiert damit auf den anhaltenden Aufschwung in den USA.

Am Mittwoch erklärte die Zentralbank in ihrem Konjunkturbericht „Beige Book“ aber, dass in den US-Unternehmen die Sorge vor negativen Folgen von Trumps Zollpolitik wachse. Notenbankchef Jerome Powell warnte zudem vor einem ausufernden Handelsstreit mit immer neuen Zöllen.

Der Dollar gab nach Trumps Äußerungen zum Euro und zum Yen nach. An den Kreditmärkten sanken die Renditen von zehnjährigen Staatsanleihen um drei Basispunkte auf 2,840 Prozent.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%