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Kritik an Wahlkampfaktion AfD verteilt Pfefferspray am Infostand

Die rheinland-pfälzische AfD hat an einem Infostand in Bad Kreuznach Pfefferspray verteilt. Hintergrund der Aktion ist offenbar ein Streit zwischen zwei Gruppen von Zuwanderern Ende Juli, bei dem es Verletzte gab.

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Rechtlich konnte die Stadt nichts gegen die Verteilung unternehmen, sagt Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer (SPD). Quelle: dpa

Bad Kreuznach Eine ungewöhnliche Wahlkampfaktion der AfD in Rheinland-Pfalz hat für Aufsehen und Kritik gesorgt. Pfefferspray wurde in Bad Kreuznach an einem Infostand des AfD-Kreisverbands und der Jugendorganisation der Partei verteilt. Zuvor hatte die „Rhein-Zeitung“ darüber berichtet. Bei dem Infostand am Samstag wurden nach AfD-Angaben insgesamt 150 Sprays verteilt.

Dabei habe man darauf hingewiesen, dass das Spray zur Tierabwehr sei, sagte der Landtagsabgeordnete Damian Lohr als Sprecher der Jungen Alternative Rheinland-Pfalz. Oder zur Abwehr von Menschen – „aber halt nur in absoluten Notsituationen“, sagte Lohr. Hintergrund der Aktion sei das nächtliche Aufenthaltsverbot in drei Bad Kreuznacher Stadtparks. Auslöser des Ende Juli verhängten Verbots war ein Streit zwischen zwei Gruppen von Zuwanderern in einem der Parks, bei dem es Verletzte gab.

„Rechtlich können wir nichts machen, aber es ist moralisch natürlich nicht hinnehmbar“, sagte die Oberbürgermeisterin von Bad Kreuznach, Heike Kaster-Meurer (SPD), am Dienstag zu der Verteilaktion.

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