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Lael Brainard Fed-Direktorin dringt auf staatliche Konjunkturhilfen

Seit Wochen ringt die US-Regierung um weitere Konjunkturhilfen. Die Fed sieht die ausbleibenden Hilfen für die Wirtschaft als Konjunkturrisiko.

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Die Fed-Direktorin warnt vor einem weiteren Ausbleiben der US-Konjunkturhilfen. Quelle: Reuters

Trotz fortschreitender Erholung von der Corona-Krise ist die US-Wirtschaft laut der Notenbank weiter auf Hilfe der Fed und vor allem der Politik angewiesen. Die einflussreiche Notenbankdirektorin Lael Brainard warnte den US-Kongress am Mittwoch, dass ein Ausbleiben weiterer Konjunkturhilfen das größte Risiko für den Wirtschaftsausblick darstelle. Die Notenbank sei weiter bereit, ihren Teil zur weiteren Erholung der Wirtschaft durch eine nachhaltig konjunkturstimulierende Politik zu leisten. Und zwar so lange wie nötig.

Gemeinsam mit der Politik müsse es gelingen, den Aufschwung auf eine breitere Basis zu stellen. Bislang sei er an vielen Haushalten und kleineren Firmen eher vorbeigegangen. Falls die staatlichen Konjunkturhilfen zu frühzeitig abgebaut würden, drohten sich sogar rezessionäre Tendenzen zu verfestigen.

Das Ringen um ein Konjunkturpaket zwischen Republikanern und Demokraten war zuletzt ins Fahrwasser des Präsidentenwahlkampfs geraten. Doch der Stabschef des Weißen Hauses Mark Meadows sagte dem Sender Fox Business am Mittwoch, dass die Regierung und die Demokraten im Repräsentantenhaus eine Einigung innerhalb der nächsten 48 Stunden anstrebten.

Zuvor hatte sich auch Nancy Pelosi, Präsidentin des US-Repräsentantenhauses, optimistisch zu den Chancen für eine Einigung geäußert. Nachdem das Parlament bereits Maßnahmen im Volumen von mehr als drei Billionen Dollar zur Bekämpfung der Folgen der Corona-Pandemie genehmigt hatte, geht es nun bereits um ein fünftes Hilfspaket.

Mehr: Die US-Notenbank will künftig flexibler agieren und höhere Inflation zulassen. Aber noch ist unklar, ob die Währungshüter ihr Ziel erreichen können.

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