Landesbank LBBW will ehemalige SachsenLB auflösen

Die Landesbank Baden-Württemberg will die ehemalige SachsenLB auflösen. Ähnliche Überlegungen gibt es offenbar für die Rheinland-Pfalz Bank. Mit der Auflösung endet für die LBBW das Kapitel Finanzkrise endgültig.

Die ehemalige Zentrale der damals einzigen ostdeutschen Landesbank in Leipzig. Quelle: Reuters

FrankfurtDie Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) will die in der Finanzkrise übernommene ehemalige SachsenLB faktisch auflösen. Ein Sprecher der LBBW bestätigte am Freitag einen entsprechenden Medienbericht. Das Institut hatte sich mit US-Hypothekenkrediten verspekuliert und musste gerettet werden. Die LBBW übernahm die von der Schließung bedrohte einzige ostdeutsche Landesbank 2007.

An der Geschäftsstrategie der LBBW und an den sechs Standorten des zuletzt noch unter dem Namen Sachsen Bank firmierenden Instituts ändere sich nichts, sagte der Sprecher. Der Name Sachsen Bank verschwindet aber. Für die Rheinland-Pfalz Bank, die ehemalige Landesbank Rheinland-Pfalz, die bereits 2005 von der LBBW geschluckt worden war, gibt es laut „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ ähnliche Überlegungen.

Mit der für Ende März geplanten rechtlichen Auflösung der SachsenLB endet für die LBBW das Kapitel Finanzkrise endgültig. Bereits vor einigen Wochen hatten die Stuttgarter mitgeteilt, dass die in der Zweckgesellschaft Sealink Funding gebündelten faulen Wertpapiere der SachsenLB nahezu vollständig an internationale Investoren verkauft werden konnten.

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