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Landesbanken NordLB kommt aus den roten Zahlen nicht heraus

Die Landesbank schreibt im ersten Jahresquartal Verluste, ist aber für das Gesamtjahr vorsichtig optimistisch. Corona-bedingte Kreditausfälle gebe es nicht.

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Die Landesbank soll bis 2024 deutlich schrumpfen, die Mitarbeiterzahl wird halbiert. Quelle: dpa

Die NordLB bleibt während des Umbaus zum Jahresanfang in den roten Zahlen. Der Vorsteuerverlust lag im ersten Quartal auch wegen IT-Investitionen bei 41 (Vorjahr: minus 65) Millionen Euro, wie die Hannoveraner Landesbank am Donnerstag mitteilte.

Vor dem Hintergrund der Virus-Pandemie sei dies zufriedenstellend, sagte der scheidende Konzernchef Thomas Bürkle. „Wir haben nach wie vor so gut wie keine tatsächlichen Kreditausfälle im Zusammenhang mit der Corona-Krise zu verarbeiten.“

Man bleibe weiter vorsichtig, schaue aber dank Impferfolgen durchaus optimistisch nach vorne. Eine konkrete Prognose für 2021 traute sich die Bank allerdings noch nicht zu.

Die NordLB musste Ende 2019 wegen fauler Schiffskredite von ihren Eignern mit insgesamt 3,6 Milliarden Euro gerettet werden. Die Landesbank soll nun kleiner und regionaler werden und sagt dem Schiffsgeschäft ade.

Die Bilanzsumme soll von rund 120 Milliarden Euro bis 2024 auf rund 110 Milliarden Euro schrumpfen und die Zahl der Beschäftigten auf rund 2800 etwa halbiert werden. Derzeit seien es noch etwa 4500.

Das Schrumpfen der Bilanz habe das Zinsergebnis belastet, erklärte das Geldhaus. So sank der Zinsüberschuss binnen Jahresfrist um 16 Prozent auf 227 Millionen Euro, während sich das Provisionsergebnis auf fünf Millionen Euro (Vorjahr: minus 19 Millionen Euro) verbesserte.

Nächster Meilenstein beim Umbau der Landesbank sei die vollständige Integration des Immobilienfinanzierers Deutsche Hypo zum 1. Juli, betonte Bürkle. Bis Ende 2023 will das Institut rund 300 Millionen Euro in neue IT-Strukturen stecken. Dies werde zunächst das Ergebnis belasten, die Bank aber langfristig wettbewerbsfähiger machen.

Der niedersächsische Finanzminister und NordLB-Aufsichtsratschef Reinhold Hilbers bezeichnete die harte Kernkapitalquote von 14,9 Prozent als sehr gut. Die Zahlen zeigten Fortschritte bei der Umstrukturierung der Bank.

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